Die ersten Pitch Event Gewinner stehen fest!

Mit einem Gerät, das Kohlenstoffdioxid in Flüssigdünger umwandelt, begeisterte ein Trio vom Erzbischöflichen Maria-Ward-Gymnasium und vom Ludwigsgymnasium die Jury.

Kohlenstoffdioxid direkt aus der Luft entziehen und mithilfe von Mikroalgen in nutzbaren Flüssigdünger umwandeln – mit diesem geschlossenen Kreislauf wollen Isabella Meerpohl, Benedikt Kammergruber und Felicia Kloss aus München Emissionen senken, Kosten reduzieren und Ressourcen nachhaltig nutzen. 

Für seine zukunftsweisende Idee wurde das Trio gestern beim Pitch Event von „Jugend gründet“ in München, zu Gast bei der IHK für München und Oberbayern, mit dem ersten Platz belohnt. Auf der Pitch-Bühne legte das Team einen absolut bühnenreifen Auftritt hin und überzeugte mit seiner Präsentation die hochkarätige Expertenjury auf der ganzen Linie. 

Das Fazit der Expertenrunde: Das Dreierteam habe eine kongeniale, nachhaltige und disruptive Lösung für dezentralen Klimaschutz entwickelt. Darüber hinaus überzeugte das Trio mit einem starken Teamzusammenspiel inklusive professioneller Rollenaufteilung – und das bei schulübergreifender Zusammenarbeit. 

Isabella Meerpohl und Felicia Kloss besuchen das Erzbischöfliche Maria-Ward-Gymnasium, Benedikt Kammergruber das Ludwigsgymnasium. Die drei nehmen ohne Betreuung durch eine Lehrkraft am Wettbewerb teil. 

Platz 1 und Direktqualifikation fürs Finale 
Für seinen Auftritt erntete das Team aber nicht nur viel Anerkennung von der Jury, sondern auch einen echten Vorsprung im Wettbewerb. Ihr Startplatz im Finale des bundesweiten Schülerwettbewerbs im Juni in Stuttgart ist dem Trio jetzt schon sicher. 

Platz 2 für App gegen Telefonangst 
Platz 2 sicherte sich ein Team aus Büdingen (HE) und Schwäbisch Gmünd (BW) mit seiner App „Press Green“, die gegen Telefonangst helfen soll. Dazu will das Team, bestehend aus Teresa Tolkwitt vom Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch-Gmünd und Oskar Behzadpour vom Wolfgang-Ernst-Gymnasium in Büdingen, innovative Übungsszenarien mit präzisem Feedback und vergünstigtem Zugang zu Experten-Events kombinieren. Beim Pitch Event am 12. März in München zeigten sich die Expertinnen und Experten in der Jury beeindruckt von dem rundum professionellen Auftritt, den das Team auf der Pitch Bühne hinlegte. Die App adressiere ein echtes Problem, das nicht nur Jugendliche betreffe und gesellschaftlich relevant sei.

Geteilter dritter Platz für Schüler aus Planegg und Team aus Kelheim
Einen starken dritten Platz sicherte sich Michael Drost vom Feodor-Lynen-Gymnasium in Planegg mit seiner Idee „Esculentus“. Das Verfahren soll Mikroplastik von Obst, Gemüse oder Getreide entfernen – den größten Quellen der täglichen Mikroplastikaufnahme. Natürliche Polysaccharide binden Partikel durch Ausflockung ohne dabei Geschmack und Qualität des Waschguts zu verändern.

Die Jury lobte den beeindruckenden Soloauftritt des Schülers, der ebenfalls ohne Lehrkraft am Wettbewerb teilnimmt. Seine Idee greife ein absolutes Zukunftsthema auf, für das bereits ein ausgeprägtes Problembewusstsein in der Gesellschaft bestünde – beste Voraussetzungen mit Blick auf das Marktpotenzial.

Ebenfalls auf dem dritten Platz landete das Team „SkinToSkin“ von der Staatlichen Fachoberschule in Kelheim. Shayeq Faqiri, Ali Kassemi, Metin Usta, Wasiq Rustamzada und Tobenna Agwunobi haben ein smartes und sanftes Baby-Pflaster mit App entwickelt, das die Vitalwerte von Baby misst und Eltern frühzeitig vor möglichen Risiken warnt.

Die Jury zeigte sich beeindruckt von der starken Idee, die das Team emotional und gleichzeitig durchdacht präsentierte – Storytelling auf Profiniveau. 

Das Fünferteam wird von seinem Lehrer Michael Hölzlberger betreut.

Viele starke Pitches und Ideen für eine bessere Zukunft
Insgesamt präsentierten in München zwölf Teams aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen ihre innovativen Geschäftsideen auf der Pitch-Bühne und stellten sich dem Urteil einer hochkarätigen Experten-Jury. Drei Minuten hatte jedes Team für seine Präsentation, drei weitere Minuten galt es, die Fragen der Jury zu beantworten. Die Expertinnen und Experten zeigten sich beeindruckt von der Qualität der Pitches. Von der Professionalität, dem Ideenreichtum und der Expertise der Jugendlichen könne sich selbst mancher Gründer noch eine Scheibe abschneiden.