JUGEND GRÜNDET
Start-up Basics
Deine Wissens-Basis für den Wettbewerb
Die Zielgruppen sind entscheidend!
Bei der Entwicklung einer Geschäftsidee merkt man schnell:
Die Zielgruppen bestimmen alles.
Sie legen fest, wie dein Angebot gestaltet sein muss, welche Werbemaßnahmen sinnvoll sind und wie der Vertrieb aussehen sollte.
Ob bei JUGEND GRÜNDET oder bei einer echten Gründung: Wer die passenden Zielgruppen findet und das Angebot an sie anpasst, hat die besten Chancen auf Erfolg.
And again…
Das Problem ist der Startpunkt
Wir sagen, eine gute Geschäftsidee findet man, indem man von einem Problem ausgeht. Warum?
Weil ein relevantes Problem ein echtes Bedürfnis nach einer Lösung erzeugt – und meist auch eine Zahlungsbereitschaft. Herzblut allein reicht nicht: Jede Gründer:in muss später von der eigenen Idee leben können.
Und genau hier stößt man auf die entscheidende Frage:
Wer hat das Problem?
Diese Personen sind eure potenziellen Zielgruppen, für die ihr eine möglichst passende Lösung entwickeln wollt – nachhaltig, günstig, einfach in der Nutzung oder alles auf einmal.
Eine wirklich passende Lösung kann erst dann entstehen, wenn ihr eure Zielgruppen genau kennt:
- Was stört sie an der aktuellen Situation?
- Worin liegt das eigentliche Problem?
- Welche Lösung wünschen sie sich wirklich?
Gute Geschäftsideen lösen Probleme und erfüllen die Bedürfnisse der Zielgruppen. Dieses Arbeitsblatt hilft dir, deine Idee so auszuarbeiten, dass sie zu deiner Zielgruppe passt.
Wie sollte man eine Analyse seiner Zielgruppen angehen?
Was konkret besonders wichtig ist, hängt stark von der jeweiligen Idee ab.
Aber zwei Fragen sollte man sich auf jeden Fall stellen:
2 Zentrale Fragen
Wer sind diese Leute und wie groß ist ihre Gruppe?
Mehrere Zielgruppen mit unterschiedlichen Interessen
Bei vielen Geschäftsideen gibt es nicht nur eine Zielgruppe.
Das heißt jede Gruppe sollte man für sich analysieren: Was zeichnet sie aus? Was braucht sie? Wie viele Leute sind das?
Aber auch:
Welche Gruppe ist vielleicht zu Beginn ein wenig wichtiger als die andere?
Denn meistens ist es nicht sinnvoll oder bezahlbar alle Gruppen, für die das Angebot interessant sein könnte, gleich zu Beginn anzusprechen.
Daher: Fokussiert euch zunächst auf die Early Adopters – diejenigen, die am ehesten euer Angebot nutzen und dafür bezahlen. Mehr geht später immer noch!
Wichtiger Spezialfall:
Nutzende ≠ Zahlende
Das ist ein Fall, bei dem es zwei ganz verschiedene Zielgruppen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen gibt, bei denen aber beide Gruppen unbedingt wichtig sind für den Erfolg einer Geschäftsidee.
Beispiele:
- Apps, die durch Werbung finanziert werden
- Kinderspielzeug, das Eltern kaufen
- Krankenhausbehandlungen, die Krankenkassen zahlen
Die einen nutzen das Angebot direkt (die App-Nutzer, die Kinder, die Kranken) und andere zahlen dafür (Werbetreibende, Eltern, Krankenkassen). Natürlich ziehen auch die zahlenden Gruppen jeweils einen klaren Nutzen. Der ist nur nicht so ganz augenscheinlich.
Solltest Du eine solche Geschäftsidee entwickelt haben, bei der die Nutzenden und die Zahlenden nicht die gleichen Personen sind, achte unbedingt darauf beide Gruppen gleichermaßen genau anzuschauen und zu analysieren. Beide Gruppen müssen zufrieden sein, sonst setzt sich euer Angebot nicht durch.
Beispiel
Wer nutzt?
Wer zahlt?
Ein Papa kauft beim Bäcker eine Brezel für sein Kind.
Lean Start-up
Die Zielgruppen und ihre Bedürfnisse genau zu beobachten ist eine ständige Aufgabe.
Und am besten bleibt man auch nicht nur beim beobachten:
Sprich mit deinen Zielgruppen, mach Umfragen und Interviews – und hör genau zu. Auch wenn es unangenehm wird:
Sind sie wirklich zufrieden? Gibt es Optimierungsvorschläge?
Kritisches oder sogar negatives Feedback ist kein Misserfolg, sondern eine Chance, das Angebot besser zu machen.
Mit dem folgenden Arbeitsblatt könnt ihr eure erste Zielgruppenbefragung starten und dokumentieren und für eure Weiterentwicklung nutzen.
BUILD
TEST
LEARN
REPEAT
Denn es geht immer noch ein bisschen besser. Innovation ist eine laufende Aufgabe eines Unternehmens.
Warten bis zur Perfektion ist keine echte Option: Raus damit! Testen. Weiterentwickeln. Nächste Runde!