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Start-up Basics

Deine Wissens-Basis für den Wettbewerb

Denn Feedback ist super wichtig, um deine Idee weiterzuentwickeln und zu testen. Gleichzeitig solltest du aber wissen, wie du deine Idee schützen kannst, falls sie wirklich einzigartig ist. Zum Glück gibt's verschiedene Möglichkeiten, geistiges Eigentum zu sichern – und wir zeigen dir, wann welcher Schutz sinnvoll ist.

Geht das überhaupt?

Idee schützen

Eine reine Idee (z.B. „App für gesunde Ernährung") kannst du nicht direkt schützen. Macht wahrscheinlich auch keinen Sinn. 

Wenn du aber nicht nur ganz oberflächlich von deiner Idee erzählst, sondern auch schon wichtige Details raushaust – die machen deine Idee höchstwahrscheinlich besonders –, dann kann es sinnvoll sein, sich Gedanken zu machen, wie man seine Idee schützen kann.

Erfindungen schützen

Wenn du eine Erfindung gemacht hast, dann hast du noch weitere Schutzmöglichkeiten.

 

🛠️ Das Patent

Das klassischste aller Schutzrechte schützt für bis zu 20 Jahre. Kosten: hoch, aber es gibt Förderprogramme wie WIPANO, die unterstützen.

Die Voraussetzungen

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Erfindung

Eine Erfindung ist eine technische Lösung für ein Problem, die so besonders ist, dass selbst Expert:innen nicht einfach mit bekanntem Wissen darauf gekommen wären. Nur Erfindungen lassen sich patentieren.

Gewerblich anwendbar

Die Erfindung muss wirtschaftlich genutzt werden können. Aber: Medizinische Behandlungen für Menschen oder Tiere darf man nicht patentieren lassen. Der Grund ist klar – niemand soll lebensrettende Methoden blockieren oder teuer machen können, nur weil er die Rechte daran hält.

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Neu!

Am Tag der Patentanmeldung darf die Idee noch nicht öffentlich bekannt sein. Also keine Posts im Netz, keine Interviews oder Zeitungsartikel vor der Anmeldung. Die Teilnahme bei JG zählt nicht als Veröffentlichung.

⚡ Das Gebrauchsmuster („kleines Patent")

Und wenn leider doch schon eine Veröffentlichung in diesem Sinne stattgefunden hat, dann gibt es das Gebrauchsmuster. 

Das ist auch möglich, wenn deine Idee schon kurz öffentlich war (max. 6 Monate). Und es ist günstiger und geht schneller als ein Patent. 

Schutz gibt es mit ihm für bis zu 10 Jahre.

Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse

Nicht alles lässt sich patentieren (nur Erfindungen) – zum Beispiel geheime Rezepte, spezielle Abläufe oder Kundendaten. Trotzdem können genau diese Dinge extrem wichtig für den Erfolg sein.

Bestes Beispiel: die geheime Cola-Rezeptur. Würde die in falsche Hände geraten, wäre das für Coca-Cola ein Desaster.

Früher gab es dafür keinen richtigen gesetzlichen Schutz, nur Schweigen und Vertrauen oder NDAs. Heute regelt das Geschäftsgeheimnis-Gesetz, was ein Geheimnis ist und wie man es schützt.

Design & Marke 🎨

Manchmal geht es eben doch ums Äußere … Denn auch da steckt Arbeit und Kreativität drin. Und deswegen gibt es auch dafür spezielle Schutzrechte.

Geschmacksmuster

Schützt die äußere Form deiner Idee (z.B. Stuhl, App-Layout, Logo), also das Design.
Schutz: bis zu 25 Jahre.

Marke

Schützt deinen Namen, dein Logo oder sogar Sounds.
Gültig: 10 Jahre, kann unbegrenzt verlängert werden.

Anmeldung

Um diese Schutzrechte anzumelden, geht man, wie beim Patent zum DPMA (für Deutschland), HABM (für Europa) und der WIPO (für internationale Registrierungen).

Achtung

Arbeitnehmererfindungen

Falls du deine Idee entwickelst, während du woanders angestellt arbeitest – dann liegen die Rechte an der Entwicklung vertraglich oft beim Arbeitgeber. Falls im Arbeitsvertrag dazu nichts steht, regelt das Gesetz über Arbeitnehmererfindungen, was passiert:

Egal ob die Erfindung während oder außerhalb der Arbeitszeit entwickelt wurde, du musst die Erfindung der Arbeitgeber:in melden. Die Arbeitgeber:in hat dann vier Monate Zeit zu sagen, ob sie die Erfindung nutzen will. Falls ja, kannst du zumindest eine Vergütung verlangen. Falls nein, gehört sie dir! 

Was tun

Jemand verletzt Deine Rechte

Dann hast du Rechte und kannst unter anderem fordern:

  • Stoppen & Unterlassen: Du kannst verlangen, dass der andere damit aufhört.
  • Schadensersatz: Du hast vielleicht sogar Anspruch auf Schadensersatz und kannst den Gewinn verlangen, den die andere Person mit deiner Idee gemacht hat.
  • Produkte vernichten lassen: Du kannst verlangen, dass ohne deine Zustimmung hergestellte Angebote vernichtet werden.

Das geht allerdings alles häufig mit Gerichtsprozessen einher und ist nicht ganz einfach.

Wichtig für Dich

Überlege dir:

  • Brauche ich Schutz? Wenn ja, welcher passt zu meiner Idee?
  • Kann ich den Leuten, mit denen ich spreche, vertrauen? Falls du unsicher bist, sprich es einfach erstmal vorsichtig an. Wenn das Gegenüber dann schon komisch reagiert, dann ist die Person vielleicht auch nicht so gut geeignet, um ganz offen zu reden. Im Zweifel: NDA. Das wird dann zwar formell, ist aber nicht unüblich.
  • Und bevor du postest oder pitchst: Will ich vielleicht noch ein Patent anmelden? Dann erstmal Bremse rein und los zum DPMA.

Fragen?

Die Antworten auf die häufigsten Fragen findest du in unseren FAQs. Oder du nimmst einfach direkt Kontakt zu unserem Team auf. Wir freuen uns!

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