JUGEND GRÜNDET
Start-up Basics
Deine Wissens-Basis für den Wettbewerb
Aber keine Sorge: Es gibt viele Wege, wie du die Finanzierung stemmen kannst.
Und das Beste: Sobald dein Produkt oder deine Dienstleistung auf dem Markt ist, sollten die laufenden Kosten idealerweise aus den Einnahmen kommen.
Schritt 1
Finanzplan erstellen
Bevor du nach Geld suchst, musst du wissen, wie viel du überhaupt brauchst. Ein guter Finanzplan hilft dir, den Überblick zu behalten und Geldgeber zu überzeugen.
Im Businessplan-Assistenten helfen wir Dir die wichtigsten Punkte zu identifizieren und diese übersichtlich zu listen.
Die Kosten
Erstmal sammeln,
was überhaupt anfällt.
Schritt 2
Woher kommt das Geld
Du weißt, wie viel Geld du brauchst – jetzt kannst du dir überlegen, woher das Geld kommen könnte. Es gibt viele Finanzierungsmöglichkeiten.
Hier die wichtigsten:
- Bootsstrapping
- Familie & Freunde
- Bankkredit
- Crowdfunding
- Venture Capital
- Acceleratoren/Inkubatoren
- Förderprogramme
Bootsstrapping
Du finanzierst alles selbst – aus Ersparnissen, Nebenjobs oder ersten Verkäufen.
Vorteile: Du bleibst unabhängig, musst keine Anteile abgeben.
Nachteile: Große Sprünge sind damit meist nicht möglich, persönliches Risiko ist hoch.
Passt zu dir, wenn: Du genug eigenes Geld hast, schnell Einnahmen generieren kannst und unabhängig bleiben willst.
Familie & Freunde
Menschen aus deinem Umfeld glauben an dich und geben dir Geld.
Vorteile: Schnell und unkompliziert, oft ohne Zinsen oder strenge Bedingungen.
Nachteile: Privates und Geschäftliches zu vermischen kann Probleme verursachen – besonders wenn es mal nicht läuft.
Passt zu dir, wenn: Du klar zwischen privaten Beziehungen und geschäftlichen Entscheidungen trennen kannst.
Bankkredit
Der klassische Weg: Du leihst dir Geld von der Bank und zahlst es in Raten zurück.
Vorteile: Du behältst die Kontrolle über dein Unternehmen.
Nachteile: Du brauchst einen richtig guten Businessplan und oft Sicherheiten.
Passt zu dir, wenn: Du einen überzeugenden Businessplan hast und Sicherheiten oder Eigenkapital nachweisen kannst.
Crowdfunding
Über Plattformen im Internet gewinnst du viele kleine Unterstützer:innen, die dir Geld geben – oft gegen eine kleine Gegenleistung.
Vorteile: Du testest direkt, ob deine Idee Anklang findet; du kannst eine Community aufbauen.
Nachteile: Die Idee muss einfach und überzeugend sein. Der Aufwand für die Bewerbung der Kampagne ist nicht zu unterschätzen!
Passt zu dir, wenn: Deine Idee leicht zu erklären und für viele Leute spannend ist, du Lust auf Öffentlichkeitsarbeit hast und attraktive Gegenleistungen bieten kannst.
Venture Capital
Investor:innen geben dir Geld und Know-how, dafür wollen sie Anteile an deinem Unternehmen und Mitspracherecht.
Vorteile: Du bekommst nicht nur Geld, sondern auch Erfahrung, Netzwerk und Unterstützung.
Nachteile: Du gibst Anteile ab und musst mit Investor:innen rechnen, die schnell und viel Wachstum erwarten.
Passt zu dir, wenn: Deine Idee innovativ ist und großes Wachstumspotenzial hat, du bereit bist, Anteile abzugeben und von erfahrenen Unternehmer:innen zu profitieren.
Acceleratoren/Inkubatoren
Programme, die dich mit Coaching, Büroräumen, Netzwerk und manchmal auch Geld unterstützen.
Vorteile: Intensive Betreuung, Zugang zu Expert:innen und Investor:innen, oft auch Startkapital.
Nachteile: Oft musst du Anteile abgeben; die Programme sind zeitintensiv und nicht alle sind kostenlos.
Passt zu dir, wenn: Du intensive Unterstützung willst, eine spannende Idee oder schon ein Produkt in Entwicklung hast und bereit bist, für die Hilfe evtl. Anteile abzugeben.
Förderprogramme
Staatliche Zuschüsse, günstige Kredite oder Bürgschaften – zum Beispiel EXIST, eines der bekanntesten Stipendienprogramme für Gründungen aus der Wissenschaft.
Vorteile: Oft musst du das Geld nicht zurückzahlen (bei Zuschüssen) oder bekommst sehr günstige Konditionen.
Nachteile: Anträge können aufwendig sein, die Bürokratie ist nicht immer einfach.
Passt zu dir, wenn: Du Zeit und Lust hast, dich durch Anträge zu arbeiten, und dein Projekt zu den Förderprogrammen passt (z.B. Hightech, Nachhaltigkeit, Innovation).
Merke
Es gibt nicht die eine richtige Finanzierung
Oft ist es ein Mix aus verschiedenen Quellen, der die Finanzierung deines Start-ups sichert. Je überzeugender dein Businessplan, desto leichter findest du Geldgeber – denn Investoren und Banken wollen sehen, dass deine Idee tragfähig ist und Wachstumspotenzial bietet. Bei Verträgen mit Investor:innen oder Banken gilt jedoch: Genau lesen und im Zweifel rechtlichen Rat holen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Langfristig sollten sich deine laufenden Kosten aus den Einnahmen finanzieren – das ist das Ziel eines nachhaltigen Geschäftsmodells und der Schlüssel zur finanziellen Unabhängigkeit.