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Alumnitreffen 2018

Das Jugend gründet Alumni-Treffen 2018 war im Oktober in Ludwigsburg bei grow (externer Link) - der Heimat für Bosch-interne Start-ups, die ein neues, nachhaltiges und profitables Geschäft für Bosch in neuen Märkten entwickeln.

Wie entsteht Innovation? Dieser Frage sind 30 Jugend gründet Alumni beim diesjährigen Alumnitreffen nachgegangen. Auf ganz unterschiedliche Art und Weise  ;-)! Das wurde schnell deutlich im Austausch mit Gründern, Innovationsmanagern und Corporate Start-ups. Auf Einladung von BOSCH grow, einem Inkubator und Plattform für Entrepreneure unter dem Dach von BOSCH, konnten die JG-Alumni erleben, wie unterschiedlich die Situation für Gründer, Konzerne und Corporate Start-ups sein kann. Gleichzeitig aber auch ließ sich erleben, wie ähnlich die Ziele und Herangehensweisen sind: Stichwort Kundenzentrierung.

Doch was versteckt sich hinter den Begriffen?

Was Start-ups sind dürfte klar sein: Menschen, die eine eigene innovative Geschäftsidee mit großem Wachstumspotential haben und sich mit dieser Idee selbstständig machen und ein Unternehmen gründen, gründen ein Start-up.

Konzerne, das wird schon komplizierter, sind Unternehmen, die zwar rechtlich selbstständig sind, aber wirtschaftlich und finanziell miteinander unter Führung eines leitenden Unternehmens (Konzernmutter, Holding) verbunden sind. Unter dem Dach der Robert-Bosch-GmbH, dem Gastgeber des Alumnitreffens 2018, zum Beispiel, sitzen die Robert Bosch Power Tools GmbH, die BOSCH Engineering GmbH, die Robert Bosch Battery Systems GmbH und viele, viele mehr.

Corporate Start-ups sind eine Mischform, wie der Name schon andeutet. Sie wollen die Vorteile beider Unternehmensformen (Schnelligkeit, Flexibilität der Start-ups und Reichweite, vielfältige Ressourcen, bestehende Netzwerke der Konzerne) miteinander verknüpfen. So haben bei BOSCH grow, beispielsweise, Mitarbeiter eines BOSCH-Unternehmens die Chance eigene Ideen, wie in einem Start-up zu entwickeln und zu erproben, aber unter der schützenden Hand des Großkonzerns ohne finanzielles Risiko.

Auf den ersten Blick zeigt sich also: für die Mitarbeiter und die Gründer ist sicherlich das persönliche Risiko, das mit der Gründung eines Start-ups einhergeht, mit einer der größten Unterschiede. Aber was die Arbeitsweisen anbelangt unterscheiden sich Start-up und Corporate Start-up schon mal nicht so deutlich. Kundenzentrierung, der Lean Start-up-Gedanke und das Business Model Canvas sind überall zentral. Auch bei der Konzernmutter. Der große Unterschied hier: meist verläuft alles, was das Tempo der Entwicklung und Umsetzung anbelangt, in geordneteren Bahnen. Was unter dem Namen BOSCH verkauft wird, soll schließlich ausgereift und qualitativ Spitze sein und dem Namen alle Ehre machen. Diese Unterschiede und Gemeinsamkeiten wurden in persönlichen Gesprächen, Workshops und Diskussionsrunden herausgearbeitet.

Am nächsten Tag ging es dann in den Do-Mode: Drei Corporate Start-ups stellten den Alumni ihre Ideen vor und ihre aktuellen Problemstellungen: Was sie also konkret beschäftigte. Das waren teilweise Fragen, die den Kern der Geschäftsidee betrafen: wer denn eigentlich der Kunde oder Nutznießer sein könnte. An anderer Stelle ging es eher darum, wie etwas am praktikabelsten technisch gelöst werden könnte. Viele verschiedene Ansätze wurden entwickelt und haben am Ende sicher dazu geführt, dass die Corporate Start-ups ihre Themen mal aus einem ganz anderen Blickwinkel wahrgenommen haben. Austausch und gegenseitige Inspiration im besten Sinne.

Wir bedanken uns ganz herzlich, insbesondere bei BOSCH grow, für die großzügige Gastfreundschaft und allen Beteiligten, die sich für unsere Alumni Zeit genommen haben und dazu beigetragen haben dieses Event zu dem zu machen, was es wurde.

Wir freuen uns schon auf das nächste Alumnitreffen, mal sehen, wo es uns hin verschlägt, und sind gespannt auf die Entwicklungen, die sich bei den Alumni in der Zwischenzeit ergeben. 50 Prozent der anwesenden Alumni gaben schließlich an, bereits gegründet zu haben oder konkret daran arbeiten zu wollen. Wir drücken die Daumen und unterstützen, wo wir können! Auf ein Wiedersehen!

Alumnitreffen 2017

Während der aktiven Teilnahme bei Jugend gründet ist die Begegnung der Teilnehmer untereinander leider allzuoft vom Wettbewerbsgedanken geprägt. Die Gemeinsamkeiten und der persönliche Austausch kommen bei den wenigen Gelegenheiten zum Austausch während der Zwischenfinals und dem Bundesfinale in aller Regel leider etwas zu kurz. Der Kontakt zu Gleichgesinnten kann jedoch gerade beim Thema Existenzgründung und Entrepreneurship sehr hilfreich sein. Jugend gründet bietet mit seinen Alumni-Treffen eine Gelegenheit zum Ausbau des Netzwerks und Kontaktpflege.

Alumnitreffen 2017 in Leipzig
Alumnitreffen 2017 in Leipzig
Alumnitreffen 2017 in Leipzig

Am 19. und 20. Mai 2017 war ein großes Alumnitreffen in der neuen Gründermetropole Leipzig. Die Stadt, die sich langsam aber sicher als kleiner Bruder von Berlin etabliert hat, zieht seit Jahren Gründer und Startups aus allen möglichen Bereichen an. Als bekannter IT-Standort, mit seiner Nähe zu den ansässigen großen Automobilherstellern, der Hochschule für Grafik und Buchkunst und dem Social Impact Lab: Leipzig bietet für jeden Gründer etwas und ist dabei als Stadt wahnsinnig interessant. Günstiger Mietraum, eine junge, kreative Bevölkerung, viel innerstädtisches Grün, eine lebendige Kulturszene und die zentrale Lage in Deutschland machen aus Leipzig eine perfekte Stadt zum Gründen.

Unseren Alumni boten wir beim Alumnitreffen 2017 ein spannendes Programm, eine bunte Mischung aus Vorträgen, Workshops, Besichtigungen, gespickt mit viel Zeit zum Austausch untereinander.

Alumnitreffen bei der Startup Academy 2016

Auch bei der zweiten Startup Academy von Jugend gründet und der WHU waren Alumni in allen Reihen vertreten. Als Teilnehmer, Workshopleiter und Redner.

Neben Uwe Horstmann, dem Gründer von Project A Ventures, einem Risikokapitalgeber aus Berlin, der bereits im vergangenen Jahr zu den Rednern zählte, sprach in diesem Jahr mit Fabian Sattler ein zweiter ehemaliger Jugend gründet Teilnehmer bei der Startup Academy. Fabian Sattler hat gemeinsam mit seinem Schulfreund und ehemaligem JG-Teammitglied Tobias Pfannschmidt eine Werbeagentur mit Fokus auf Webanalyse und Suchmaschinenoptimierung in Bremen gegründet. Der Name schön mehrdeutig: z-weitsicht.

Rede von Uwe Horstmann
Blick ins Publikum
Franziska Metzbaur stellt Jugend gründet vor

Neben der prominenten Rolle als Redner hatten einige Alumni aus unterschiedlichen Wettbewerbsjahren eine nicht weniger wichtige Rolle als Workshopleiter. Sie unterstützten die Teilnehmer, alles Schüler/innen, bei der Erarbeitung ihrer eigenen Geschäftsideen mit Hilfe des Business Model Canvas. Zeit dafür hatten die Teams nur zwei Stunden. Ambitioniert. Aber möglich, wie die Präsentationen beim abendlichen Pitch-Battle zeigten. Gewonnen hat dort ein Team mit Schülern aus ganz Deutschland und ihrer Idee eines smarten Küchenbretts: anders formuliert ein Tablet, dass wasserdicht, damit abwaschbar ist und zusätzlich als Schnittunterlage dienen kann.

Neben Uwe Horstmann, der davon erzählte was Risikokapitalgeber sind und wozu sie Startups dienen können und wozu auch nicht; und neben Fabian Sattler, der von seinen Erfahrungen des Gründens parallel zum Studium mit seinem engen Freund und den Umwälzungen im Online-Marketing berichtete, gaben sich eine ganze Reihe anderer Gründer die Ehre:

  • Finn Plotz: Gründer und Erfinder von vion, einer Design-Universalfernbedienung. Die Idee dazu kam ihm als Schüler und noch als Schüler begann Finn mit der Umsetzung. Der gewisse Mut und die Chuzpe einfach mal frech die ganz großen anzufragen halfen ihm dabei sein Produkt nun bei Media Markt Deutschland zu platzieren.
  • Roland Grenke: Gründer der viralen App Dubsmash. 100 Mio. Downloads, Platz 1 im App Store und im Play Store und das ohne Marketingbudget! Grund für den Erfolg: eine produktfokussierte Herangehensweise, so Roland.
  • Christina Oster-Daum, Gründerin der Kosmetikmarken essence und catrice, die inzwischen europaweit ehemalige Marktführer wie L'Oréal und Manhattan überholt haben und im Jahr 2015 alleine schneller gewachsen sind, als der gesamte Restmarkt zusammen.
  • Malte Weiss, Gründer von on-apply, einer Bewerbermanagement-Software aus Frankfurt, der davon berichtete, was es heißt, sich gegen Konkurrenz duchzusetzen und zu etablieren: Schnell sein ist das Motto, die Entwicklung eines minimum viable products ausschlaggebend.

Die Schüler/innen verließen nach zwei Tagen die WHU voller neuer Eindrücke, um unschätzbare Erfahrungen und zahlreiche neue Freunde reicher. Ein voller Erfolg!

Pitchvorbereitung
Rede von Fabian Sattler
Blick in die Workshops

Alumnitreffen 2015

Das Alumnitreffen 2015 fand im Rahmen der Start-Up Academy am 13. und 14. November 2015 statt. Dafür kooperierten wir mit der Otto-Beisheim-School of Management an der WHU, Vallendar, die unter anderem so bekannte Absolventen, wie Margret Suckale, Vorstandsmitglied der BASF, Oliver Samwer, den Gründer von Rocket Internet, sowie Robert Gentz und David Schneider, Gründer von Zalando hervorgebracht hat. In Workshops und interaktiven Vorträgen mit erfolgreichen Gründern und Professoren böten wir unseren Alumni die Möglichkeit, ihr Wissen zum Thema Unternehmergeist weiter zu vertiefen. Nicht zu kurz kommen sollte die Gelegenheit zum Austausch mit anderen ehemaligen, erfolgreichen Teilnehmern von Jugend gründet.

Neben dem aktiven Netzwerkaufbau der Alumni untereinander konnten sich die Teilnehmer in Workshops , Vorträgen und Q&As mit Professoren und erfolgreichen Gründern inspirieren lassen und ihr Gründerwissen ausbauen.

Prof. Hienerth beim Gespräch in den Workshops

Der Gründer von MyVideo und e-darling, Christian Vollmann berichtete von der Bedeutung kreativer Arbeit in der Zukunft und stellte sich den vielen Fragen der Teilnehmer. Seine neueste Unternehmung, das soziale Netzwerk Nebenan.de will Nachbarschaften stärker miteinander vernetzen und so der sozialen Vereinsamung der Städter und dem ewigen Konsum einen Gegenpol bieten. Die Bohrmaschine leiht einem vielleicht einfach mal der Nachbar von oben drüber und die pensionierte Lehrerin freut sich, wenn sie dem Kind von gegenüber mit Französisch helfen kann.

Christoph Hienerth, Professor für Entrepreneurship und New Business Development an der WHU erklärte den Teilnehmern das Businessplan Canvas Modell im Detail und erarbeitete mit Ihnen in Kleingruppen auf dieser Basis erste innovative Geschäftsideen.

Julia Kasper, ebenfalls eine Absolventin der WHU, gründete Holzgespür, eine Online-Plattform die es ihren Kunden erlaubt, individuelle hochwertige Holzmöbel aus regionalen Hölzern in regionalen Schreinereien nach Wunsch maßanfertigen zu lassen. Sie berichtete von den Herausforderungen die sich ihr als "Unternehmens-Nachfolgerin" stellen: die Online-Plattform baut auf der traditionellen familieneigenen Schreinerei auf.

Mit Uwe Horstmann stellte sich anschließend ein Jugend gründet-Alumni den Fragen der Teilnehmer. Horstmann ist erfolgreicher Venture-Capital-Geber. Mit Project A Ventures finanziert und unterstützt er Unternehmen mit einem Gesamtwert von über einer Milliarde Euro. Er zeigte den Teilnehmern welche Möglichkeiten und Chancen jungen Unternehmen durch Risikokapitalgeber geboten werden und wie Venture Capital Firmen und Business Angels arbeiten.

Zum Abschluss erzählte Sven Lackinger von evopark - Evolution in Parking eine spannende Gründergeschichte. Nie mehr im Parkhaus Schlange am Kassenautomaten stehen, nach Kleingeld suchen müssen und das Ticket an der Schranke in den Schlitz pfriemeln müssen, dank der E-Card öffnet sich diese automatisch und die Rechnung bezahlt man am Ende des Monats ganz bequem von zu Hause aus. Wie die Idee entstanden ist, wie gefeiert wurde beim Abschluss des ersten Vertrags mit einem Parkhausbesitzer und wie heute noch aus dem zugegenermaßen großen Wohnzimmer in der Wohnung der vier Gründer zusammen mit den Angestellten gearbeitet wird - eine echte Gründergeschichte am Ende eines vollgepackten Tages.

Der erste Tag war exklusiv für die Jugend gründet-Alumni, der zweite Tag war auch für Schülerinnen und Schüler von außen offen. Unten sind noch mehr Bildeindrücke von der Veranstaltung zu sehen.

Alumnitreffen am 13. und 14. November in Vallendar

Alumnus Stephan Krehl stellt sein Startup MaiMai-Coffee vor
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