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Was ist eine Geschäftsidee?

Eine gute Geschäftsidee ist der Grundstein für jede erfolgreiche Organisation, sei es ein Start-up oder ein Weltkonzern. Ideen gibt es wie Sand am Meer. Aber nicht jede Idee hat das Zeug Grundlage für ein erfolgreiches Unternehmen zu werden.

Was kennzeichnet eine gute Geschäftsidee?

▲ Problem lösen

▼ Problem lösen

Eine gute Geschäftsidee löst ein Problem, denn dann ist es wahrscheinlich, dass es Kunden gibt, die bereit sind Geld dafür bezahlen. Eine Idee muss dem Kunden einen Nutzen bringen, um ein Problem zu lösen. Wenn also das Produkt kein Bedürfnis des Kunden erfüllt, wird es keinen Erfolg haben. Und im Umkehrschluss hat man, wenn das Produkt ein Bedürfnis erfüllt, im Anschluss weniger Arbeit damit, die Kunden vom Produkt zu überzeugen.

▲ Einzigartig

▼ Einzigartig

Eine Geschäftsidee muss sich, um erfolgsversprechend zu sein, von ihren Konkurrenten abgrenzen, sei es durch Preis, Qualität, Kundenservice oder Innovation. Sie muss auf irgendeine Weise besser sein als ihre Rivalen. Und besser heißt vor allem auch verschieden. Eine herausragendes Produkt oder Dienstleistung bietet etwas, was kein anderes Unternehmen tut, in einer Weise, die kein anderes Unternehmen einfach kopieren kann. Das was die Geschäftsidee einzigartig oder anders als die Konkurrenz macht, nennt man Unique Selling Point (USP).

▲ Innovativ

▼ Innovativ

Eine erfolgreiche Geschäftsidee ist zu Beginn fast immer eine Innovation. Das kann eine bahnbrechende Erfindung sein oder die Verbesserung einer bereits existierenden Dienstleistung. Die Innovation kann eine Weltneuheit oder auch nur regional begrenzt sein. Weitere Informationen dazu auch im folgenden Modul: Was ist eine Innovation?

▲ Profitabel

▼ Profitabel

Mit einer Geschäftsidee muss sich auch Geld verdienen lassen, sonst wäre es keine Geschäfts-Idee. Und zwar soviel Geld0, dass die Einnahmen gemessen über einen bestimmten Zeitraum die Ausgaben in diesem Zeitraum übersteigen, also profitabel gewirtschaftet wird. Die Profitabilität ist auf lange Sicht betrachtet wahrscheinlich eines der wichtigsten Kriterien für eine Geschäftsidee, da sich über den Profit entscheidet ob ein Unternehmen auf Dauer bestehen kann oder nicht.

Aufgabe Aufgabe: Setze die Begriffe an die richtige Stelle, sodass eine sinnvolle Aussage im Hinblick auf Kriterien für eine erfolgsversprechende Geschäftsidee entsteht.

Wähle zunächst eine Option durch einen Klick aus und klicke anschließend auf die richtige Lücke

  • Markt
  • Problem
  • Geld
  • zusätzliche Features
  • praktischer
  • verringern
  • Idee
  • Konkurrenten
  • abgrenzen
  • Herausforderung
  • Kunden

Mit einer Geschäftsidee sollte man versuchen eine der sich stellen müssen zu lösen, ein verschwinden zu lassen oder es zu . Um gegenüber Vorteile zu erlangen, sollte sich die eigene von anderen , indem sie bietet, oder günstiger ist. Oder alles zusammen. Nicht zuletzt muss sich, um sich am halten zu können, über kurz oder lang mit ihr auch verdienen lassen.

Wie findet man eine Geschäftsidee?

Eine tolle Idee zu entwickeln, die auch noch innovativ ist, ist nicht so ganz einfach ... aber auch kein Hexenwerk. Im folgenden finden sich sechs Punkte, die einem dabei helfen können eine Geschäftsidee zu finden.

Eine neue Geschäftsidee sollte im besten Fall im Vergleich zur aktuellen Situation etwas verbessern.  Man sollte also raus in die Welt gehen und sich anschauen, wo es Verbesserungspotenzial und –bedarf gibt! Stellt euch Fragen, die auf den ersten Blick unsinnig erscheinen mögen. Denkt quer. Zum Beispiel beim Thema Zähne putzen. Eine lästige Pflicht, zweifelsohne. Aber muss das heutzutage noch mit Zahnbürsten geschehen?

Viele große und kleine Erfindungen und Entwicklungen, die heute Alltag sind, sind auf ähnliche Weise entstanden:

▲ Airbag

▼ Airbag

Autounfälle enden oft tödlich und führen noch häufiger zu schweren Verletzungen. Um das Autofahren ein klein wenig sicherer zu machen, erfand Mercedes Benz 1971 den Airbag. Dieser zählt mittlerweile zur Standardausstattung und hat wahrscheinlich unzählige Leben gerettet.

▲ Stollenschuh

▼ Stollenschuh

Wann genau das Fußballspiel erfunden wurde, darüber streiten sich die Experten. 1930 wurde die erste Weltmeisterschaft ausgetragen. Im Endspiel der WM spielten die Ungarn mit dem bis dahin üblichen vierfach vernagelten Stollenschuh, die deutsche Nationalmannschaft lief mit dem 1953 von Adi Dassler erfundenen Schraubstollen aus Nylon auf. Vielleicht brachte diese Innovation den Deutschen den entscheidenden Vorteil beim ersten WM-Sieg 1954.

▲ Durchlauferhitzer

▼ Durchlauferhitzer

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts deckten Privathaushalte ihren Bedarf an warmem Wasser durch Erhitzen der entsprechenden Menge auf dem Herd oder sie verzichteten auf warmes Wasser. Dann setzte sich der Durchlauferhitzer am Markt durch und die Menschen konnten warmes Wasser direkt aus der Wasserleitung erhalten.

▲ Internetkaufkaus

▼ Internetkaufkaus

Mit dem Siegeszug des Internets zog auch der Handel in die Online-Welt. Unzählige Webshops für spezielle und noch speziellere Themen entstanden. Nicht immer waren die Verkäufer vertaruenswürdig. Doch was in der realen Welt der Supermarkt oder das Kaufhaus ist, eine Anlaufstelle für alle Konsumwünsche, gab es zu Beginn nicht. Diesen Bedarf sah Amazon und entwickelte sich vom kleinen Webshop für Bücher schnell zum Internetkaufhaus für alles und jeden.

Doch es gibt mindestens noch genauso viele große und kleine Probleme, welche die Menschen bei Dir im Freundeskreis und in der Familie, bei uns in Europa und überall auf der Welt heute oder in Zukunft vor Herausforderungen stellen.

Vielleicht hast Du eine Lösung?

Der erste Schritt auf der Suche nach einer Geschäftsidee ist also, sich anzuschauen, was die Menschen, die später einmal Deine Kunden werden sollen, brauchen oder sich wünschen. Denn wenn Du ein Produkt entwickelst, das ein Problem für diese Menschen löst und ein Bedürfnis erfüllt, dann stehen die Chancen gut, dass diese Menschen später Deine Kunden werden.
Frage Dich dabei nicht nur, was sich die Menschen heute wünschen, sondern überlege, welche Wünsche und Bedürfnisse die Menschen in den kommenden Jahren entwickeln könnten. Sei ein Vorreiter und orientiere Dich an Trends und zukunftsweisenden Technologien. Dabei muss nicht immer zwangsläufig das Rad neu erfunden werden. Schau Dir an, was die Großen vielleicht nicht ganz perfekt machen und überlege, wie man das ändern könnte.

Dazu ist es wichtig, die Augen offen zu halten, sich inspirieren zu lassen von Dingen, die vielleicht auf den ersten Blick uninteressant oder unnütz erscheinen. Denn um etwas verbessern zu können, ist es entscheidend, möglichst genau über den Status quo Bescheid zu wissen und sich zu informieren. Die erfolgreichsten Unternehmer lesen deshalb viel: Bill Gates liest jeden Tag zwei Stunden ein Buch, Marc Zuckerberg hat sich zum Ziel gesetzt alle zwei Wochen ein neues Buch zu beginnen und Warren Buffett, ein Star-Investor, liest nach eigener Aussage unglaubliche 800 bis 1.000 Seiten pro Tag. 

Als Gründer verbringt man viel Zeit mit seiner Geschäftsidee. Und will man nicht lieber seinen Tag mit etwas zubringen, was einem Spaß macht, etwas das reizvoll ist? Auch andere von der eigenen Idee zu überzeugen, ist sehr viel leichter, wenn man voll und ganz hinter der Idee steht und sie mit Leidenschaft vorantreibt. Das soll nicht heißen, dass man fanatisch an die eigene Idee glauben soll und nie auch mal kritische Nachfragen zulassen darf. Im Gegenteil. Aber wenn man nicht jeden Tag mit Freude an den Arbeitsplatz kommt, wird es sehr schwer sein, die notwendige Zeit und Energie einzubringen, um die eigene Geschäftsidee erfolgreich zu machen.

 

Um eine Geschäftsidee zu entwickeln, muss man sich auch gleich zu Beginn informieren und Gedanken machen, wer die Konkurrenz ist und was sie besser oder anders macht. Wenn man sich nicht informiert, ist man auch nicht darauf gefasst, was die anderen tun könnten, um auf die Konkurrenz (auf Dich!) zu reagieren um Dich möglichst klein zu halten oder gleich wieder aus dem Markt zu verdrängen.

Und wenn ihr jetzt denkt: Wir haben keine Konkurrenz! Unser Produkt ist einzigartig, noch nie dagewesen, zukunftsweisend. – Seid Euch nicht zu sicher. Jedes Unternehmen hat Konkurrenz, manches Mal ist sie nur weniger offensichtlich

Aufgabe Aufgabe: Ein Restaurant bietet einen Mittagstisch an. Markiere seine Konkurrenten.

  • Bäcker
  • Fastfood-Imbisse
  • Lieferdienste
  • Tankstellen
  • Kantine
  • Supermarkt
  • Foodtrucks
  • Metzger
  • Vesperbrote
  • Andere Restaurants

Wenn man ein Unternehmen gründet, ist Ehrlichkeit sich selbst gegenüber von besonderer Bedeutung. Man muss ehrlich sein, wenn es darum geht, ob das eigene Produkt wirklich so eine tolle und praktische Lösung ist, wie man sich das vorstellt. Man muss ehrlich sein, wenn es darum geht zu beurteilen, ob man mit dem Produkt Geld verdienen kann. Und man muss vor allem auch ehrlich zu sich selbst sein, wenn es darum geht zu beurteilen, wo die eigenen Stärken und vor allem auch die eigenen Schwächen liegen. Denn wenn man seine Schwächen nicht offen anspricht oder ignoriert, kann das über kurz oder lang zu Schwächen beim Produkt und beim Unternehmen führen.

Wenn man die eigenen Stärken und Schwächen ausgemacht und analysiert hat, sollte man sich überlegen, wie man die Stärken gewinnbringend nutzen und wie man den Schwächen begegnen kann. Gibt es Wege diese durch harte Arbeit, Zeit und Energie zu kompensieren? Vielleicht macht es auch Sinn bestimmte Aufgaben anderen Personen zu übertragen (siehe „Das Grunderteam“ und Modul „Personalmanagement“).

 

Manche wissen von Anfang an ganz genau, mit welcher Produktidee sie in den Jugend gründet-Wettbewerb starten wollen. Andere haben noch keine Idee für ein innovatives Produkt. Im folgenden findet ihr eine Reihe bewährter Kreativmethoden. Ihr müsst nicht alle austesten. Sucht euch welche aus, die zu eurem Arbeitsstil passen. Andererseits aber: wer sich auf ungewohntes Terrain begibt, macht manches Mal die besten Erfahrungen.

▲ Analogie

▼ Analogie

Wenn man bereits ein Problem gefunden hat, das man lösen möchte, aber nicht weiß wie, dann können Analogien sehr hilfreich sein. Dazu sucht man sich eine Eigenschaft, die das Problem auszeichnet. Dann schaut man welche Dinge, Personen, etc. sich in einer ähnlichen Situation befinden/ein ähnliches Ziel haben und wie diese das Problem lösen. Fragt Euch also: Wer ist Experte auf diesem Gebiet? Wie löst er/sie/es die Herausforderung? Ein Beispiel für Analogie ist die Bionik: Technische Lösungen suchen ihr Vorbild in Naturphänomenen.

▲ Brainstorming

▼ Brainstorming

Den Klassiker der Kreativmethoden: Man setzt sich in einer kleinen Gruppen für 30 Min. zusammen und überlegt gemeinsam. Dabei gilt: Jede Idee ist willkommen, sie sollen ohne großes Nachdenken einfach ausgesprochen werden. Dabei geht es nicht um die Qualität der Vorschläge, sondern die Menge. Kritik ist erst mal nicht gefragt. Um ein wenig Struktur reinzubringen, am besten jemanden bestimmen, der ein wenig moderiert und mitschreibt. Auf Karteikarten, Flipcharts einer Tafel. Wählt am Ende gemeinsam aus, welche Ideen es sich lohnt weiterzuverfolgen.

▲ Bisoziation

▼ Bisoziation

Bei der Bisoziation werden Begriffe, Bilder, Vorstellungen miteinander verknüpft, die nach dem üblichen Denken nicht zusammen gehören, um so die Kreativität anzuregen. Nehmt Bilder, Fotos, Musik, die mit der eigentlichen Problemstellung (bzw. dem eigentlichen Thema) nichts zu tun haben und lasst euch inspirieren. Die Ideen werden im Anschluss gesammelt und diskutiert.

▲ Brainwriting - Methode 635

▼ Brainwriting - Methode 635

Brainwriting ist die schriftliche Form des Brainstormings. Im Gegensatz zum Brainstorming werden die Ideen jedoch nicht laut ausgesprochen, sondern von jedem Teilnehmer auf ein Stück Papier geschrieben, das in 3 Spalten und 6 Zeilen aufgeteilt wurde. Nun schreibt jeder Teilnehmer in die erste Zeile pro Kästchen jeweils eine Idee zu dieser Problemstellung auf. Dann wird das Blatt im Kreis herum weitergegeben und man ergänzt die Ideen. Dieser Vorgang wird fünfmal wiederholt.

▲ Brain Race

▼ Brain Race

Ideenfindung als Wettrennen: Auf der einen Seite stehen die Teilnehmer, auf der anderen der Moderator. Die Teilnehmer haben Arbeitsblätter mit 5 Zeilen zum Befüllen. Der Moderator gibt die Problemstellung vor. Die Teilnehmer füllen möglichst schnell das erste Arbeitsblatt mit Ideen und bringen es dem Moderator. Dann rennen sie zurück, füllen das nächste Arbeitsblatt aus und bringen es wieder zum Moderator. Das Ganze geht so lange bis eine bestimmte Zeit abgelaufen/eine bestimmte Menge an Arbeitsblättern abgegeben wurde. Für jedes Arbeitsblatt erhält der Teilnehmer einen Punkt.

▲ Collective Notebook

▼ Collective Notebook

Bei dieser Technik müssen die Teilnehmer nicht zur gleichen Zeit am gleichen Ort Ideen sammeln. Jeder Teilnehmer erhält den Auftrag, zu einem Problem oder einem Thema über einen bestimmten Zeitraum (z.B. zwei Wochen) seine Ideen und Gedanken schriftlich festzuhalten. Dazu wird ein Notizblock genutzt, der auf den ersten Seiten eine Beschreibung der Problemstellung enthält. Die Teilnehmer sollten den Notizblock nach Möglichkeit immer bei sich tragen, um auch spontan aufkommende Einfälle festhalten zu können. Die Ideen werden dann gemeinsam ausgewertet.

▲ Design Thinking

▼ Design Thinking

Kern des Design Thinking ist Arbeit in bunt gemischten Teams. Im Zentrum aller Überlegungen soll immer der Kunde/seine Bedürfnisse stehen. Das Motto: „Fail early and often“ und lerne aus den Fehlern! 6 Phasen werden durchlaufen: 1. Problem verstehen. 2. Problem analysieren, den Nutzer beobachten, um seine (unbewussten) Bedürfnisse zu erkennen. 3. Zusammenfassung: Was brauchen wir, was will der Kunde? 4. Lösungen finden 5. Pretotyping: Idee präsentieren, Feedback einfordern. 6. Feedback umsetzen. - Diese Phasen können sich mehrfach wiederholen.

▲ Metaplan mit Kartenabfrage

▼ Metaplan mit Kartenabfrage

Die Teilnehmenden erhalten Moderationskarten. Die Anzahl der Karten pro Person kann vorgegeben werden. Auf jede Karte notieren die Beteiligten einen Gedanken zum Thema, maximal sieben Wörter pro Karte. Die Karten werden eingesammelt, falls nötig erläutert und an einer Wandtafel/Stellwand thematisch nach Oberbegriffen geordnet. Unterschiedliche Formen und/oder Farben der Karten können auf verschiedene Bedeutungen hinweisen. So entsteht ein übersichtliches, inhaltlich strukturiertes Bild vom Thema, welches zugleich Ausgangspunkt für eine Vertiefung des Themas sein kann.

▲ Mind Map - Mind Mapping

▼ Mind Map - Mind Mapping

Ein zentraler Begriff, z.B. „Jugendkultur“, wird auf einem großen Blatt Papier in die Mitte geschrieben. Von diesem Begriff gehen dann die dazu entstehenden Gedanken (die Hauptäste) ab, z.B. „Musik“, „Computerspiele“ oder „Film“. Weitere Verästelungen (die Unteräste) beschreiben rangniedere Gedanken. So zweigen von „Musik“ dann z. B. „downloaden“ und „unterwegs“ ab. Eine Mind-Map kann hilfreich sein um das Ausgangsproblem näher zu definieren oder ausgehend von einer Alltagssituation auf Probleme zu stoßen.

▲ Provokationstechnik

▼ Provokationstechnik

Für die Ideenfindung werden Provokationen benutzt, um das Denken aus den gewohnten Bahnen zu werfen. Annahmen und Erfahrungen werden gezielt in Frage gestellt. Provokationen können bloße Zufallsbegriffe sein oder aber gezielt konstruierte Verfälschungen von Fakten oder Expertenwissen. Beispiel: „Auf den Straßen in der Stadt X gibt es keine Unfälle“ oder „Auf dem Mars wachsen Apfelbäume“. Der nächste Schritt: Wie könnte man das erreichen?

▲ Stummer Dialog

▼ Stummer Dialog

Der Name sagt es: Bei einem stummen Dialog wird nicht gesprochen. Im Grunde handelt es sich hier um eine Form der Mind Map. Die Teilnehmenden erhalten ein großes Blatt Papier, auf dem in der Mitte ein Begriff steht, z.B. „Umweltschutz“. Diejenigen, denen dazu ein Gedanke einfällt, ergänzen ihn auf dem gleichen Blatt. Auch zu den Gedanken der anderen können weitere Assoziationen notiert werden. So entstehen Gedankenketten. Anschließend diskutiert die Gruppe die Ergebnisse.

▲ Walt-Disney-Methode

▼ Walt-Disney-Methode

Die Teilnehmer schlüpfen in 4 Rollen: Träumer (Visionär), Realist (Macher), Kritiker (Qualitätsmanager) und Neutrale (Berater). Die Gruppe diskutiert ein Problem. Jeder Teilnehmer argumentiert strikt in der Rolle, die er/sie gerade einnimmt. Nach einer vorher festgelegten Zeit werden die Plätze getauscht. Das Problem wird erneut diskutiert, jetzt in neu verteilten Rollen. Die Plätze werden so lange getauscht, bis jeder Teilnehmer alle Positionen eingenommen hat. Die Ergebnisse werden im Anschluss gemeinsam ausgewertet.

▲ We Got This!

▼ We Got This!

Das JG-Würfelspiel „We Got This!“ ist eine spielerische Form der Ideenfindung. Mit 6 Würfeln und einem Szenario geht man virtuell auf eine Weltreise oder versucht ein selbst gestelltes Problem zu lösen. Über Ecken denken und ein wenig spinnen, schult die Problemlösungskompetenz der Spieler. Denn gezwungenermaßen neue Perspektiven einzunehmen, hilft auf der Suche nach neuen Lösung. Das Würfelspiels können Lehrkräfte und Ausbilder/innen, die sich im Lehrerzimmer angemeldet haben, bestellen.

▲ Zukunftswerkstatt

▼ Zukunftswerkstatt

Eine Zukunftswerkstatt besteht aus 3 Phasen (Kritik - Utopie - Umsetzung). In der ersten Phase werden offen und ohne Vorgaben alle Probleme, Ärger oder negative Gedanken, die die Teilnehmer haben, gesammelt. In der zweiten Phase ist alles möglich und nichts verboten. Wie könnte diesen Problem(-chen) begegnet werden, wenn technisch alles geht? Zum Abschluss wird geschaut, welche Ideen den Teilnehmern am wichtigsten sind. Diese werden kritisch auf Ihre Umsetzbarkeit hin überprüft. Am Ende steht im Idealfall ein konkreter Plan für die Umsetzung einer Idee.

 

Ein guter Ausgangspunkt sind persönliche Erfahrungen. Was stört Dich bzw. wo siehst Du Verbesserungsbedarf? Gibt es in der Schule, im Ausbildungsbetrieb, zu Hause, im Sportverein, bei Dir in der Stadt oder in der Welt ein Problem, für das man einen Weg suchen sollte, um das Leben Einzelner oder Vieler auf die eine oder andere Art zu verbessern? Und wie könnte eine Lösung aussehen?

Manchmal liegt die Innovation in einem kleinen Detail, das schließlich den großen Unterschied macht. Manchmal ist die Innovation so groß, dass sie alles bisher Dagewesene über den Haufen wirft. So oder so: Legt Euch keine Denkverbote auf! Bei der Ideenfindung ist Rumspinnen notwendig und nicht nur hinreichend!

Gute Ideen sind selten wie vierblättrige Kleeblätter, aber eine gute Geschäftsidee zu finden, hat nicht nur mit Glück, sondern meist mit intensivem Nachdenken und Arbeit zu tun. Manchmal sind die utopischsten Ideen der Grundstein für eine neue Erfindung, manchmal liegt die Innovation in einem Detail.

Und gleich mal kreativ werden!

"We Got This!" - Alles kein Problem ;-) Hier könnt ihr gleich mal loslegen und euch im Rumspinnen ausprobieren. Eine Problemstellung, fünf Dinge, die euch bei der Lösung helfen können. Einfach mal loswürfeln und ausprobieren.

Sie haben folgende Gegenstände zur Verfügung:

Hallo

Finden Sie mit den genannten Gegenständen eine Lösung für folgendes Problem:

Hallo

Wischen Sie mit der Maus um erneut zu würfeln!

 

Wissen ist Macht!“, das wusste schon Francis Bacon vor über 400 Jahren. Seitdem hat sich in dieser Hinsicht wenig geändert. Nur dass Wissen heute wie noch nie zuvor in der Geschichte der Menschheit frei verfügbar ist. Und diese Chance, die einem vor allem auch das Internet bietet, sollte man auch bei der Entwicklung einer Geschäftsidee nicht ungenutzt lassen.

Ich bin ein Schwamm, denn ich sauge Ideen auf und mache sie nutzbar. Die meisten meiner Ideen gehören ursprünglich anderen Leute, die sich nicht mehr die Mühe gemacht haben, sie weiterzuentwickeln.

Thomas Alva Edison (1847 - 1931), US-amerikanischer Erfinder, Entdecker des glühelektrischen Effekts

Angefangen mit einer Websuche danach, ob jemand, das was ihr vorhabt, so oder so ähnlich schon irgendwo auf der Welt macht oder gemacht hat, bis hin zur Kontrolle, ob es vielleicht den Namen, den Ihr für Euer Produkt im Auge habt, bereits gibt. Auch bei einer Analyse der potentiellen Marktgröße mit Hilfe von frei verfügbaren Statistiken oder sozialen Netzwerken ist Recherche unerlässlich. Das Internet liefert so viele Inhalte, dass man machmal schier darin verloren geht. Das sollte Euch aber nicht davon abhalten, nach allen relevanten und weniger relevanten Informationen zu suchen. Je mehr man weiß, desto besser weiß man, worauf man bei der Entwicklung der eigenen Geschäftsidee Acht geben muss.

Aufgabe Aufgabe: Was sollte man in Betracht ziehen, wenn man eine Geschäftsidee sucht?

Nur was Dich persönlich interessiert.
Was in der Welt vor sich geht.
Was andere machen ist eigentlich irrelevant, wenn man eine neue Idee entwickeln will.
Wie man Probleme bisher angegangen ist. Und sei es um zu lernen, wie man es nicht machen will.

Ist meine Geschäftsidee gut?

Wenn man eine Idee gefunden hat, dann sollte man bevor man den großen Schritt wagt und möglicherweise viel eigenes oder geliehenes Geld aufs Spiel setzt, sich gut überlegen, ob diese Idee auch wirklich gut ist. In euren Köpfen klingt es vielleicht so: „Die Idee ist genial! Das sollten wir auf jeden Fall machen! Wir werden Millionäre!“ Aber bevor ihr nicht alles ganz genau durchdacht habt, solltet ihr Euch vielleicht mit der Bestellung eines neuen Porsches zurück halten.

Um zu beurteilen, ob Eure Geschäftsidee gut ist, wurden oben bereits vier Kriterien genannt.

Eine gute Geschäftsidee sollte ein Problem für den Kunden lösen, sie sollte einzigartig sein und innovativ und ihr solltet über kurz oder lang profitabel arbeiten können. Aber um wirklich herauszufinden, ob ihr Euch gerade auf das nächste große Ding gestoßen seid, solltet ihr möglichst viele andere Leute zu ihrer Meinung befragen. Holt Euch Feedback, das ist von unschätzbarem Wert. Und fragt am besten nicht nur Eure Familie und die besten Freunde, die sowieso alles toll finden, was ihr macht.

Im besten Fall erhaltet ihr wertvolle Tipps, wie ihr Eure bereits gute Idee noch besser machen könnt, und im schlechtesten Fall bewahren Euch diese Gespräche vor einem großen Fehler. Wenn ihr jetzt Angst davor habt, dass Euch dann jemand Eure Idee klaut, lasst Euch eines gesagt sein: Es kommt letztlich nicht alleine auf die Idee an, sondern vor allem auf die Umsetzung. Und für diese ist Input von außen von unschätzbarem Wert.

Fragt und hört Euch mit offenen Ohren an, was andere zu sagen haben und wie sie die Idee verstehen. Nehmt Euch die Kritik zu Herzen, überlegt, ob die Kritik fundiert ist, und wenn ja, nehmt sie an. Hier wandert man aber andererseits auch auf einem schmalen Grat: Schon unzählige Male wurden große, weltverändernde Ideen zu Beginn nicht als solche erkannt, sondern im Gegenteil als Schwachsinn verworfen.

Verlasst Euch also auch nicht zu hundertprozent auf die Meinung anderer. Es gibt ja auch Gründe, warum ihr von Eurer Idee überzeugt seid.

Nichtsdestotrotz: Kritik ist immer hilfreich und sei es nur, weil sie Euch neue Ansatzpunkte für Argumente liefert, warum Eure Idee so unglaublich gut ist.

Wo kann ich unvoreingenommenes Feedback erhalten?

Unabhängige Businessplanwettbewerbe, wie Jugend gründet, bei denen nicht im Hintergrund Investoren oder Unternehmen sitzen, die sich von den jungen Gründern neue Inspirationen für eigene Entwicklungen erhoffen, können Euch unvoreingenommenes konstruktives Feedback geben. Bei Jugend gründet wird jeder eingereichte Businessplan von einer Jury aus Innovations- und Businessplanexperten bewertet. Jeder Teilnehmer erhält individuelle Tipps, wo noch Fragen offen geblieben sind und wo Verbesserungspotential besteht.

Erstellt eine Fokusgruppe. Sucht Euch also eine Gruppe von Leuten, die ihr in großer Runde unter Eurer Anleitung offen über Eure Idee diskutieren lasst. Dies ist eine weitverbreitete Methode in der Marktforschung um Ideen zu entwicklen und Konzepte zu testen. Geht dahin, wo Eure zukünftigen Kunden sind, sei es im Skatepark, im Super- oder Baumarkt oder im Altersheim. Und fragt einfach nach, das kostet nichts.

Testet Eure Idee in einem sozialen Netzwerk. Postet einfach mal was und schaut, ob ihr mehr als gewöhnlich Likes erhaltet. Diese Zahlen sind natürlich auch ein wenig mit Vorsicht zu genießen. Erfasst werden hier erstens nur die Nutzer des jeweiligen Netzwerks und zweitens drückt man schneller mal auf „Gefällt mir“, als das man dann auch echtes Geld in die Hand nimmt.

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