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6. Wie finanziert man die Gründung

Das liebe Geld! – Wenn man gründet, braucht man erstmal viiiiiel Geld. Und wenn man das nicht hat, dann kann man es gleich vergessen? Das stimmt - aber nur teilweise. Für viele Gründungen braucht man finanzielle Mittel. Einen Prototypen zu bauen und dann  die Produktion zu starten geht nicht ohne Geld. ABER: Auch wenn man nicht mit einem silbernen Löffel im Mund zur Welt gekommen ist, gibt es keinen Grund zu verzagen. Es gibt viele verschiedene Stellen, von denen man Unterstützung erhalten kann. Informationen zum Thema Finanzierung gibt es auch im Modul Hilfe, die Buchführung!

Als Allererstes!

Der erste Schritt im Hinblick auf die Finanzierung ist, sich überhaupt erstmal klar zu machen, welchen Finanzierungsbedarf man hat. Wofür braucht man Geld und dann im nächsten Schritt, wie viel? Was wird nur am Anfang benötigt? Was sind Einmalkosten und mit welchen Kosten muss man in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen immer wieder rechnen? Bei der Erstellung eures Finanzplans solltet ihr euch auch immer in die Position eures Gegenübers versetzen. Stellt euch die Frage, unter welchen Bedingungen ihr selbst Kapital geben oder Anteile übernehmen würdet.

Den Finanzplan erstellen

Im Finanzplan läuft euer gesamter Businessplan zusammen. Hier bündeln sich alle Schätzungen und Planungen, die ihr in den einzelnen Unterpunkten erarbeitet habt. Um wirklich alle Ausgaben-Punkte zu erfassen und um nichts zu vergessen, sollten alle Teilbereiche des Businessplans einzeln eingearbeitet werden. Mit dem Businessplanassistenten haben wir ein Tool entwickelt, das euch auch bei der Erstellung eures Finanzplans hilft.

Unterschieden wird hier nach 1. Gründung und Investition, 2. jährliche Fixkosten und 3. jährliche variable Kosten. 

Gründung und Investition:

Bei der Gründung, direkt danach und manches Mal, damit Gründung überhaupt erst möglich ist, muss Geld in die Hand genommen werden. Diese Kosten fassen wir unter die Gründungs- und Investitionskosten. Dazu gehören beispielsweise:

  • Verwaltungskosten, wie Anmeldegebühren für Patente, Notarkosten etc.
  • Den Kauf von Produktionsmaschinen, Büroausstattung, Immobilien
  • Auch die Kosten für die Produktentwicklung und Marktforschung sind hier zu nennen, soweit sie für die Neugründung des Unternehmens notwendig sind.

Jährliche Fixkosten

Fixkosten sind Kosten, die in einem bestimmten Zeitraum unabhängig von der Produktionsmenge oder der Kundenzahl anfallen. In unserem Fall betrachten wir die Kosten, die im Verlauf eines Jahres anfallen. Beispiele:

  • Mieten für Büros oder Produktionsräume, für Maschinen
  • Versicherungen
  • Gehälter
  • Werbekosten

Variable Kosten

Variable Kosten sind abhängig von der Produktionsmenge. Sie verändern sich mit jeder Veränderung von Produktionsmenge oder bei Dienstleistungen mit der Kundenzahl. Beispiele:

  • Lohnkosten, die abhängig von der Produktionsmenge sind, zum Beispiel bei der Akkordarbeit
  • Rohstoffe, die zur Herstellung des Produkts benötigt werden
  • Energiekosten z.B. für Betrieb der Maschine: Sie fallen nur an, wenn gearbeitet wird, und ihre Höhe richtet sich nach der Auslastung
  • Kosten für den Versand

Aufgabe Aufgabe: Den Finanzplan erstellen. Welche Aussagen sind richtig?

Mieten variieren je nach Größe des Mietobjekts und gehören damit zu den variablen Kosten.
Variable Kosten sind abhängig von der Produktionsmenge
Die Kosten für die Entwicklung eines Prototypen fallen unter die Gründungskosten.
Kosten für Forschung und Weiterentwicklung des Produkts am Markt sind variable Kosten.

Der zweite Schritt:

Der Finanzplan steht? Dann könnt ihr im nächsten Schritt daran gehen zu überlegen, woher ihr das Geld bekommen könntet. Ganz individuell sollte man aus den vielen verschiedenen Möglichkeiten, die man als Gründer und Start-up hat, eine passende Unterstützung wählen. Auch hierbei kann man zur Unterstützung auf Andere zurück greifen. Die Experten von Steinbeis haben langjährige Erfahrung, wie Gründungsvorhaben solide finanziert werden können. Je nach Voraussetzungen und Art des Vorhabens wird eine individuelle Lösung aus Eigenmitteln, Fremdkapital, Mitteln von Investoren und öffentlichen Förderprogrammen entwickelt. Über die Steinbeis Beteiligungsgesellschaft kann sich Steinbeis auch an ausgewählten Gründungen als Signalinvestor beteiligen.

Bootstrapping

Viele Start-ups sprechen vom Bootstrapping, wenn sie danach gefragt werden, wie sie sich zu Beginn finanziert haben. Doch was ist das?
„Bootstrap“ bedeutet im Englischen Stiefelriemen. Bootstrapping als Finanzierungsmethode spielt also darauf an, dass man „den Stiefel enger schnallt“ und sich so durch Bescheidenheit selbst finanziert. Unter Bootstrapping versteht man also, wenn Gründer es schaffen, ganz ohne externe Finanzierung ihr Start-up aufzubauen.Manche verweisen auch auf den Baron Münchhausen, der sich selbst an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen hat, um den Begriff des Bootstrapping zu erklären.
Sofern die Möglichkeit besteht, sich selbst durch eigene Mittel und Bescheidenheit zu finanzieren, wäre Bootstrapping sicher einer der besten Wege sich zu finanzieren: Denn man bleibt auch weiterhin in seinen Entscheidungen völlig unabhängig. Beim Bootstrapping ist das Geld in der Regel eher knapp, und die Gründer selbst können in der Regel auch nur eine gewisse Menge an Kapital und Arbeitszeit investieren. Daher ist es beim Bootstrapping am besten, wenn das Start-up so schnell wie möglich damit beginnt, sein Produkt auf den Markt zu bringen, um Einnahmen zu erzielen und den Break-Even zu erreichen.

Familie und Freunde

Viele Gründer suchen am Anfang Unterstützung von den Menschen, die Ihnen am nächsten stehen: Familie und Freunde. Die Unterstützung liegt oft darin, dass Freunde und Familie den Gründern den Rücken frei halten und ihnen auch spontan bei Problemen handfest unter die Arme greifen.
Doch oft erhalten Gründer auch finanzielle Unterstützung aus ihrem engsten Umfeld. Häufiger noch als von Freunden erfolgt das durch Familie. Das ist nicht immer unproblematisch. Es sollte vorher genau geklärt werden, ob damit Mitspracherechte einhergehen. Ob vielleicht auch Gesellschaftsanteile erworben werden, etc. Und dann sollte man sich gut überlegen, ob man privates und berufliches derart gut trennen kann, dass man auch fähig ist, ehrlich und ohne Vorbehalte die eigene Meinung zu äußern und im Zweifel durchzusetzen. Kurz gesagt, ob man sich vorstellen kann mit Familie und Freunden auch zusammen zu arbeiten. Seid dabei ehrlich zu euch selbst, sonst sind Probleme vorprogrammiert.

Banken

Banken sind die klassischsten Geldgeber. Doch hartnäckig hält sich der Mythos, dass Banken Start-ups kein Geld leihen. Die Realität ist: Die Quellen, von denen Start-ups am häufigsten Fremdkapital beziehen, sind Banken.
Banken vergeben dabei nicht nur eigene Kredite. Die Hausbank spielt auch durch die Vergabe von Förderdarlehen von Förderbanken eine wichtige Rolle. Zuerst muss die Hausbank dem Förderantrag zustimmen, dann leitet sie den Antrag an die Förderbank weiter. Wichtig, um bei Banken eine Chance auf einen Kredit zu bekommen, ist ein herausragender Businessplan. Banken sind traditionell eher risikofern. Deshalb ist es besonders wichtig, dass ihr im Businessplan darlegt, dass eure Idee überhaupt umsetzbar ist oder im Idealfall vielleicht sogar bereits umgesetzt ist, dass ein entsprechender Markt besteht und dass ihr die Idee Schritt für Schritt umsetzen wollt. Verlässlichkeit und Kompetenz sind Eigenschaften, die ihr bei jedem Gespräch mit potenziellen Investoren verkörpern solltet.

Crowdfunding

Crowdfunding ist eine in den letzten Jahren sehr populäre Finanzierungsmöglichkeit geworden. Beim Crowdfunding wirbt man über das Internet um Geldgeber. Sehr häufig wird den Geldgebern als Dankeschön für die Bereitstellung des Kapitals das Produkt versprochen. Je nachdem, in welcher Höhe man bereit wäre zu unterstützen, werden Zusatzleistungen angeboten.
Crowdfunding erfordert begleitend eine intensive Öffentlichkeitsarbeit. Die Öffentlichkeit muss schließlich auch auf die Crowdfundingkampagne aufmerksam gemacht werden. Wenn keiner davon erfährt, kann auch keiner Geld geben. Die Vorbereitung einer Crowdfundingkampagne ist daher oft zeit- und auch kostenintensiv. Nicht alle Produkte eignen sich zur Crowdfinanzierung. Um eine Finanzierung durch die Crowd zu erhalten, müssen die Geldgeber schnell das Bedürfnis für eurer Produkt und auch das Produkt selbst verstehen. Ein hochtechnisiertes Produkt mit einem Nischenmarkt, wird es auf den Crowdfundingplattformen eher schwer haben.
Wenn man sich für Crowdfunding entscheidet, sollte man sich die richtige Plattform aussuchen: Es gibt spezielle Plattformen für Social Start-ups, Kreative, Hightech, uvm.

Beteiligungskapital

Der folgende, ausklappbare Text zum Beteiligungskapital ist dem Existenzgründerportal des BMWi entnommen und steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.

Beteiligungskapital

Beteiligungskapital

Beteiligungskapital, Wagniskapital, Risikokapital oder auch Venture Capital. Viele Namen, die im Prinzip alle dasselbe meinen: Ein Investor (Unternehmen oder Privatperson) beteiligt sich mit seinem Kapital an einem Start-up oder einem etablierten Unternehmen.

Bei einer Finanzierung über Beteiligungskapital kaufen Investoren Anteile an einem Unternehmen. Einige der Investoren stehen der Unternehmensführung darüber hinaus mit ihrem unternehmerischen Know-how zur Seite. Ziel des Engagements ist es, den Wert des Unternehmens zu steigern. Ein Investor oder eine Beteiligungsgesellschaft erzielt dann ihren Gewinn aus der Wertsteigerung der Anteile, wenn diese wieder verkauft werd

Beteiligungskapital für junge Unternehmen

Gründerinnen und Gründer bzw. junge Unternehmen, die ein Bank- oder Förderdarlehen beantragen, benötigen dafür Sicherheiten und einen angemessenen Anteil an Eigenkapital. Fehlen beide oder reichen sie aus Sicht der Bank nicht aus, stehen die Kreditverhandlungen meist vor dem "Aus". Kann die Bank das Risiko nicht einschätzen, weil die Geschäftsidee zu innovativ und der Kapitalbedarf zu hoch sind, haben Gründerinnen und Gründer ebenfalls "schlechte Karten". Private oder institutionelle Wagniskapitalgeber, die sich mit ihrem Kapital an jungen Unternehmen beteiligen, erwarten keine Sicherheiten und sind in der Regel offen für neue Geschäftsideen. Entscheidend sind für sie allerdings ein überzeugender Businessplan bzw. Business Model Canvas und die Qualifikation der Gründerin und des Gründers.

Vorteile von Beteiligungskapital

Der Vorteil von Beteiligungskapital ist nicht nur, dass keine Sicherheiten gestellt werden müssen. Darüber hinaus wird auch die Eigenkapitalbasis des Unternehmens gestärkt, denn Beteiligungskapital erscheint in der unternehmerischen Buchhaltung als Eigenkapital. Eine höhere Eigenkapitalquote erleichtert die Kreditaufnahme bei der Bank und öffnet damit die Tür für zusätzliches Kapital. Nicht zuletzt profitieren (junge) Unternehmen auch vom Know-how und den Netzwerken des Kapitalgebers.

Stille und offene Beteiligungen

Eine Beteiligung ist nichts anderes als Eigenkapital, das dem Start-up von Beteiligungsgesellschaften oder außenstehenden Privatpersonen zur Verfügung gestellt wird; Investoren beteiligen sich entweder über eine stille oder über eine offene Beteiligung. Der Unterschied ist: Der stille Gesellschafter leistet eine Einlage in das Unternehmensvermögen, erwirbt aber keine Anteile. Die Geschäftsleitung bleibt in der Hand der Gründer. Bei einer offenen Beteiligung wird der Investor auch nach außen hin erkennbarer Gesellschafter oder Aktionär an einem Start-up und erhält damit neben einer Gewinnbeteiligung auch Mitsprache- und Informationsrechte.

Anbieter von Beteiligungskapital

Je nach Branche, Renditeerwartung und Kapitalbedarf gibt es unterschiedliche Kapitalgeber.

  • Mittelständische Beteiligungsgesellschaften (MBGen)
    Gesellschafter sind Kammern, Verbände und Banken, die keinen Einfluss auf die laufende Geschäftsführung nehmen. Als neutrale Kapitalgeber beteiligen sich MBGen branchenübergreifend und langfristig. Die MBGen sind in allen Bundesländern vertreten und engagieren sich meist in Form einer stillen Beteiligung. Viele bieten auch Sonderprogramme für Gründerinnen und Gründer an. Die MBGen nehmen auch die Anträge für den Mikromezzaninfonds entgegen.
  • Business Angels
    Sie beteiligen sich mit ihrem Kapital in der Frühphase von innovativen und wachstumsstarken Start-ups. Bei Business Angels handelt es sich um erfahrene Manager oder Unternehmer, die ihr privates Kapital, ihr betriebswirtschaftliches und fachliches Know-how sowie ihr Kontaktnetzwerk in junge Unternehmen einbringen. Business Angels sind häufig in Netzwerken organisiert, die zum Teil bundesweit, zum Teil regional arbeiten.
  • private Kapitalbeteiligungsgesellschaften oder Venture Capital Gesellschaften. Venture-Capital- oder auch Wagniskapitalgesellschaften werden von Pensionsfonds und Versicherungen finanziert. Sie beteiligen sich an jungen wachstumsstarken Start-ups mit dem Ziel, nach vier bis sieben Jahren mit einer hohen Rendite wieder aus dem Unternehmen auszusteigen. Die Beteiligung erfolgt entweder über eine stille, meistens jedoch über eine offene Beteiligung oder in einer Kombination aus beidem. Anträge für das ERP-Beteiligungsprogramm werden übrigens auch über eine private Kapitalbeteiligungsgesellschaft gestellt.
  • KfW
    Die KfW Bankengruppe beteiligt sich über den Co-Investitionsfonds coparion an innovativen kleinen Technologieunternehmen der gewerblichen Wirtschaft.
  • High-Tech Gründerfonds
    Der überwiegend öffentlich geförderte High-Tech Gründerfonds ist speziell auf die Frühphasenfinanzierung innovativer Start-ups ausgerichtet, die damit ihr Forschungs- und Entwicklungsvorhaben über die bis zur Bereitstellung eines Prototypen bzw. eines "proof of concepts" bis hin zur Markteinführung weiterentwickeln können. Neben dem Startkapital erhält das Gründungsteam ein begleitendes Coaching.
  • Deutsche Börse Venture Network möchte die Rahmenbedingungen für junge Wachstumsunternehmen verbessern, um ihnen die Kapitalaufnahme - einschließlich eines möglichen Börsengangs - zu erleichtern. Es bahnt daher Finanzierungsrunden mit internationalen Investoren an und bietet umfangreiche Trainings- und Networking-Veranstaltungen.
  • Einzelne Bundesländer haben spezielle förderorientierte Beteiligungsgesellschaften aufgelegt, um Beteiligungskapital für junge Unternehmen zur Verfügung zu stellen.
  • Crowdinvestment
    Investoren und/oder Kleinanleger informieren sich auf speziellen Internetplattformen über die Geschäftsmodelle von jungen Unternehmen, wählen eines davon aus und beteiligen sich mit relativ kleinen Beträgen. Sie erhalten dafür einen Anteil am Gewinn oder Unternehmenswert. Zum Teil werden die Beteiligungen gebündelt, so dass die Start-ups nur einen einzigen Beteiligungsvertrag mit den Betreibern der Online-Plattform abschließen. Das Procedere unterscheidet sich von Plattform zu Plattform, genauso wie die Zielgruppen, die die Betreiber ansprechen. Gemeinsam ist ihnen, dass die Gründungskonzepte vorab von den Betreibern geprüft werden.

 

TIPP: INVEST - Zuschuss für Wagniskapital

Der Zuschuss des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unterstützt und motiviert private Investoren – insbesondere Business Angels –, sich mehr noch als bisher für junge innovative Unternehmen zu engagieren. Im Rahmen der Antragstellung wird dem kapitalsuchenden Start-up die Förderfähigkeit für den Zuschuss bescheinigt. Diese Bescheinigung kann für die Investorenakquise eingesetzt werden. Damit vergrößern sich die Chancen für das Unternehmen, eine Finanzierung über Wagniskapital zu erhalten. Der Antrag wird beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt. Auf der Webseite von BAND können förderfähige Start-ups Investoren auf sich aufmerksam machen.

Beteiligungskapitalgeber finden

Gründungsvorhaben sowie Unternehmerinnen und Unternehmer müssen mit den Erfolgsaussichten ihres Vorhabens überzeugen.

Wahllose "Rundschreiben" an Beteiligungsgesellschaften sind auf jeden Fall der falsche Weg. Der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften bietet beispielsweise auf seiner Website eine gezielte Suche innerhalb seiner Mitglieder und eine Online-Beteiligungsanfrage für Kapitalsuchende an. Junge Unternehmen, die einen Business Angel suchen, finden hilfreiche Informationen auf der Webseite des Business Angels Netzwerks Deutschland e.V. Für die Kontaktaufnahme zu den über 40 Business Angels Netzwerken steht ein sogenannter "One Pager" im Internet zur Verfügung.

Vor allem im Hightech-Bereich erhalten junge Unternehmern immer wieder die Gelegenheit, ihr Vorhaben vor potenziellen Investoren vorzustellen.

Unterstützung beim Beteiligungsvertrag

Wann werden die einzelnen Tranchen der vereinbarten Beteiligungssumme ausgezahlt? Welche Bedingungen sind daran geknüpft? Welche Rechte und Pflichten obliegen dem Unternehmer und der Beteiligungsgesellschaften? Wann erfolgt die Auszahlung? Wie sieht der Ausstieg des Investors aus dem Unternehmen aus? Diese und weitere Fragen sind Bestandteil eines Beteiligungsvertrags und sollten in jedem Fall mit Unterstützung eines spezialisierten Rechtsanwalts und Steuerberaters geklärt werden. Überstürzen Sie nichts und planen Sie genug Zeit für die Vertragsverhandlungen ein.

Acceleratoren, Inkubatoren

Acceleratoren und Inkubatoren unterstützen meist nicht direkt finanziell, aber sie übernehmen Aufgaben und stellen Materialien oder Immobilien und nehmen so finanzielle Last ab. Je nachdem, in welcher Phase sich das eigene Start-up und Gründungsteam befinden, ist auch hier die passende Wahl zu treffen.

▲ Accelerator

▼ Accelerator

Accelerate heißt beschleunigen. Ziel ist das Beschleunigen der Unternehmensentwicklung. In einem festgelegten Zeitraum erhalten Start-ups in einem Accelerator intensive Unterstützung durch Coaching, Bereitstellung von Ressourcen, z.B.: Büroräume, Technik, Netzwerke. Am Ende sollen die Start-ups ein marktreifes Produkt entwickelt haben. An Demo-Deys präsentieren sich die Start-ups potenziellen Investoren. Start-ups können sich für die Aufnahme in einen Accelerator bewerben. Im Gegenzug erhalten die Acceleratoren oft Unternehmensanteile.

▲ Inkubator

▼ Inkubator

Inkubatoren verfolgen ähnliche Ziele und gehen dabei ähnliche Wege wie Acceleratoren. Doch in einigen Punkten unterscheiden sie sich. Bei Acceleratoren werden fertige Ideen marktreif gemacht, in Inkubatoren werden die Geschäftsideen erstmal konkret ausgearbeitet. Acceleratoren wollen die Entwicklung vor allem beschleunigen, Inkubatoren die Start-ups darin unterstützen, in dem für sie passenden Tempo zu wachsen. Auch in Inkubatoren werden die Teams unterstützt, indem sie auf Know-how, Netzwerk, Büros und anderen Ressourcen zurückgreifen können.


Aufgabe Aufgabe: Ein Accelerator ist kein Inkubator. Sind die Aussagen richtig oder falsch?

Ziehe die Aussage nach links(=falsch) oder nach rechts (=richtig)

 

Inkubatoren sind eher für Start-ups geeignet, die sich in einer ganz frühen Phase befinden. Manchmal steht auch erst eine Idee, die dann im Inkubator verfeinert wird.

Förderprogramme

Der folgende, ausklappbare Text zu Förderprogrammen ist dem Existenzgründerportal des BMWi entnommen und steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.

Förderdarlehen

Förderdarlehen

Das Hauptinstrument der Gründungs- und Unternehmensförderung sind Darlehen zu günstigen Konditionen („Förderdarlehen“).

Typisch für Förderdarlehen sind u.a. günstige Zinsen, lange Laufzeiten und häufig eine rückzahlungsfreie (tilgungsfreie) Anlaufphase. Nutzen Sie die Förderung, mit denen der Bund sowie das ERP-Sondervermögen, die Länder und die Europäische Union Gründerinnen, Gründer sowie kleine und mittlere Unternehmen unterstützen.

Zu den weiteren Förderinstrumenten gehören

  • nicht rückzahlbare Zuschüsse
  • Beteiligungen
  • Bürgschaften

Die wichtigsten Förderprogramme des Bundes für Gründerinnen, Gründer und junge Unternehmen:

Bürgschaften

Die Beantragung eines (Förder)Darlehens sollte nicht an fehlenden Sicherheiten scheitern. Nutzen Sie daher die Ausfallbürgschaften der Bürgschaftsbank in Ihrem Bundesland.

Unterstützung für Gründungen aus der Arbeitslosigkeit

Förderprogramme für technologie- und wissensbasierte Start-ups und Unternehmen

 Umweltschutz-Förderung

Einen Überblick über die Förderprogramme für Gründerinnen, Gründer und Unternehmen in Ihrem Bundesland finden Sie in der Förderdatenbank des Bundes.

Tipp:

Mit dem grenzüberschreitenden Austauschprogramm Erasmus for Young Entrepreneurs bietet die Europäische Union angehenden Unternehmerinnen und Unternehmern die Möglichkeit, von erfahrenen Unternehmern im Ausland zu lernen.