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2. Was ist ein Businessplan?

Was will man mit dem Unternehmen und der Geschäftsidee erreichen? Was ist das Ziel und wie erreicht man es? Der Businessplan hilft einem dabei die vielen verschieden Bereiche eines Unternehmens verständlich und übersichtlich darzustellen und nötige Zwischenschritte und - ziele zu definieren und zu erkennen.Das primäre Ziel eines Businessplans ist es festzulegen, was das Unternehmen ist oder was es werden möchte. Man bestimmt also die Ziele und legt die dafür nötigen Zwischenziele und -schritte fest. Bevor man in die Details gehen kann, sollte man sich allerdings fragen, wo bin ich momentan und wo will ich hin? Erst dann kann überlegt werden, wie das zu erreichen sein könnte.

Große Ziele sind meist nicht von heute auf morgen zu erreichen. Es gibt viele kleine Zwischenschritte, die man zuvor gehen muss und die sollte man am besten genau planen. Denn wenn man das nicht tut, ist es ein bisschen, als würde man sich ohne Landkarte oder Navi auf eine Reise ans andere Ende der Welt begeben: Vielleicht kommt man irgendwann an, aber man darf auch nicht überrascht sein, wenn man sich unterwegs verirrt oder komplett woanders landet. Und so wie man sich auf einer Landkarte orientiert, muss man einen Businessplan ansehen. Er ist eine Orientierungshilfe bei der Gründung und später auf dem Weg, ein Unternehmen von klein nach groß oder von groß zu noch größer werden zu lassen.

Aufgabe Aufgabe: Aufgaben eines Businessplans

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  • Leitlinie
  • wo man hin möchte
  • orientieren
  • wie weit man schon gekommen ist
  • grobe Ziele

Der Businessplan hilft daran zu erinnern, , benennt also letztlich . Der Businessplan ist eine Art , an der man sich bei der täglichen Arbeit immer wieder kann. Nicht zuletzt zeigt er auch nach einer Weile auf, .

Für wen und wozu schreibt man einen Businessplan?

  1. Gründer - Gründerin
    Bei der Gründung eines Start-Ups, genauso wie bei einem Star-Up, das gerne wachsen oder ein neues Produkt einführen möchte, dient der Businessplan dazu, die für die Erreichung des Ziels notwendigen Schritte festzulegen. Also, aufzuschreiben, was man tun muss, was man braucht, mit welchen Entwicklungen man rechnet. Adressat ist dabei vor allem auch der Gründer selbst. Man schreibt den Businessplan für sich, um sich selbst über die Details klar zu werden.
  2. Partner- und Investorensuche
    Seinen zweiten großen Auftritt hat der Businessplan, wenn es darum geht Investoren, Kreditgeber oder neue Partner zu gewinnen. Denn wer mit dem Gedanken spielt zu investieren (Geld, Reputation, Manpower), will natürlich wissen, wofür das Geld verwendet werden soll und wie hoch die Chancen sind, dass sich diese Investition auszahlt. Der Investor will sein Geld zurückbekommen und idealerweise sogar mehr als das. Dazu brauchen die Partner Details. Die erwarten sie im Businessplan zu finden.
  3. Entwicklung einer Geschäftsidee
    Wer eine Idee hat und sonst noch nicht viel mehr, auch für den kann ein Businessplan sehr hilfreich sein. Man kann so die Verwirklichung einer Idee durchspielen, ohne gleich echte Risiken eingehen zu müssen und Geld in die Hand zu nehmen. Das ist die Chance, die eine Teilnahme bei Jugend gründet euch bietet. Denn zusätzlich erhaltet ihr hier wertvolles Feedback für jede Einreichung.

Wenn man einen Businessplan schreibt, hilft das dabei, viel analytischer über die Industrie, den Markt und die Rolle des eigenen Start-Ups oder der eigenen Idee darin nachzudenken. Es ermöglicht einem die unterschiedlichen Akteure und ihre Beziehungen zu- und Abhängigkeiten voneinander zu begreifen.

Der Wert eines Businessplans ist unschätzbar. Die Ideen konkret auszuformulieren und Informationen über mögliche Kunden oder Wettbewerber zu sammeln, wird sich auszahlen, wenn man die Ideen tatsächlich umsetzt.

Aufgabe Aufgabe: Wen sollten Gründer als mögliche Leser im Hinterkopf haben, wenn sie ihren Businessplan schreiben?

  • Kunden
  • Investoren
  • Geschäftspartner
  • Lieferanten
  • sich selbst
  • die Mama
  • Banken
  • Journalisten
  • Finanzamt
  • Risikokapitalgeber

Einstieg in den Businessplan

Für den Anfang und den ersten Überblick eignet sich gut das Business Model Canvas. Das Business Model Canvas, wie in unserer Jugend gründet Variante, ermöglicht einen unmittelbaren Überblick über alle für die Entwicklung einer Geschäftsidee und eines Unternehmens wichtigen Bereiche. Es ist ein Überblick über das Geschäftsmodell und eine Art Kurzzusammenfassung des Businessplans mit einem Überblick über alle zentralen Punkte.

Besonders gute Ergebnisse erzielt man mit dem Model Canvas, wenn man Post-its verwendet, auf denen man die Stichworte notiert. Die Klebezettel kann man man dann ganz nach Bedarf und Entwicklungsstand des Businessplans austauschen oder umplatzieren. Das JG-Business Model Canvas Poster könnt ihr bei uns per E-Mail auch als Poster bestellen.

Die Details!

Mit einem Businessplan überzeugt man die Menschen von der eigenen Idee. Man bringt sie dazu, an die Idee zu glauben und eine Zukunft für sie zu sehen. Wichtig sind dafür neben einer Erklärung, warum die Welt auf diese eine Idee gewartet hat, vor allem die Zahlen. Ein Businessplan nennt die Ziele, die man erreichen möchte, die Strategien, die man dazu einsetzt und die To-dos, die es zu erledigen gilt, um anstehende Herausforderungen zu meistern. Und nicht zuletzt, wie und ab wann man damit Geld verdienen möchte.

Es gibt drei große Teile eines Businessplans:

  1. Das Konzept der Geschäftsidee, worin man sein Produkt oder Dienstleistung genau erläutert.
  2. Den Markt, den man anvisiert. Hier soll beschrieben werden, wer die Kunden sein werden, welche Konkurrenzangebote es gibt, und wie man sich davon nach oben abgrenzen möchte.
  3. Und die Finanzen. Aber auch in der Jugend gründet Businessplanmaske muss man beschreiben, mit welchen Einnahmen und Ausgaben man rechnet, und wann man den Break-Even erreicht haben will.

Diese drei Grobkategorien werden noch weiter unterteilt, sodass man am Ende sieben Hauptpunkte hat, die es abzuarbeiten gilt.

Die Geschäftsidee steht im Mittelpunkt. Die Geschäftsidee ist die Grundlage und Ausgangspunkt für den Businessplan.

  • Welches Produkt welche Dienstleistung soll angeboten werden?
  • Was sollen die Kunden kaufen können?

Hier sollte man eine schöne, verständliche und relative knappe Erklärung der Geschäftsidee anbringen, die Interesse nach mehr weckt.

  • Warum wollen Kunden das neue Angebot kaufen?
  • Welches Problem der Kunden kann das neue Angebot lösen?
  • Welchen Nutzen hat das Angebot aus Sicht der Kunden?

 

 

Mit Unique Selling Proposition (USP)  wird das Alleinstellungsmerkmal beschrieben.

  • Worin liegt die Innovation der Geschäftsidee?
  • Was macht das Produkt/die Dienstleistung einzigartig?
  • Warum wird der Kunde das neue Angebot kaufen und nicht das der Konkurrenz?

Auf die Beschreibung des USP sollte man besonderen Wert legen. Denn hier begründet man, warum man glaubt, dass das eigene Produkt Erfolg haben wird.

Konkurrenzlos ist man nie. Es gibt immer etwas anderes als das eigene Produkt, wofür die Kunden ihr Geld ausgeben könnten. Sei es ein direktes Konkurrenzangebot, sei es, dass die Kunden das Geld sparen, sei es dass sie einfach etwas komplett anderes damit machen. Wenn man hier mit seinen Ausführungen überzeugt, dann ist man auf einem sehr guten Weg, insgesamt zu überzeugen.

Aufgabe Aufgabe: Das Grundkonzept der Geschäftsidee. Klicke alle Aussagen an, die richtig sind.

Im Businessplan sollte man seine Geschäftsidee gleich als Einstieg vollumfänglich beschreiben und so viele Details wie möglich einbringen, um den Leser mit dem angesammelten Wissen zu beeindrucken.
Der Nutzen für den Kunden, das Problem, das durch euer Produkt gelöst wird, sollte im Zentrum des Einstiegs in den Businessplan stehen.
USP steht für Unit Stock Price.
Die Beschreibung des USP ist zentral für den Businessplan.

Vor Markteintritt sollte jedes neue Unternehmen prüfen, welche Unternehmen sich auf dem gleichen Zielmarkt tummeln mit nahezu identischen Angeboten oder mit Substitutionsprodukten.

  • Welche Konkurrenten bieten gleiche oder ähnliche Produkte/Leistungen an?
  • Worin liegen die Stärken und Schwächen dieser Konkurrenten?

Kunden können in Gruppen mit ähnlichen Verhaltensweisen, Bedürfnissen und anderen Eigenschaften unterteilt werden. In diesem Baustein sollen die für die Geschäftsidee passenden Zielgruppen bestimmt werden.

Zielgruppen sind Gruppen potenzieller Kunden, denen das Angebot nutzt und die bereit sind, für diesen Nutzen zu bezahlen. Um den potenziellen Kunden attraktive und passende Angebote machen zu können, ist es sinnvoll, die Kunden in Gruppen mit ähnlichen Verhaltensweisen, Bedürfnissen und anderen Eigenschaften zu unterteilen und zu prüfen, wie groß diese Zielgruppen sind.

Jedes Unternehmen muss eine bewusste Entscheidung treffen, an welche Zielgruppen es sich mit seinem Angebot richten möchte, und welche es vernachlässigt. Diese Entscheidung ist die Grundlage dafür, ein Geschäftsmodell sorgfältig und anhand der Bedürfnisse der identifizierten Zielgruppen zu entwickeln.

Wichtige Fragen:

  • Wer wird das neue Angebot kaufen? Warum?
  • Für wen wird mit dem neuen Angebot ein Wert geschaffen? Warum?
  • Wer sind die wichtigsten Kundengruppen?
  • Wo, wann, wie kaufen/brauchen diese Kundengruppen euer Produkt typischerweise?
  • Was zeichnet diese Kundengruppen aus (Geschäftskunden: Branche, Unternehmensgröße. Privatkunden: Geschlecht, Alter, Einkommen, Eigenschaften, Verhaltensweisen, etc.)
  • Welche Gruppen interessieren sich für euer Produkt/eure Dienstleistung und sind auch bereit dafür zu bezahlen?
  • Welche Eigenschaften kennzeichnen diese Gruppen (Alter, Einkommen, Geschlecht, Verhaltensweisen, etc.)?
  • Wie groß sind die Kundengruppen?
  • Welche Alternativprodukte nutzen die Kunden?

Der Baustein Kundenbeziehungen beschreibt die Berührungspunkte zwischen Unternehmen und Kunden. Hier wird beschrieben, wo und wie die verschiedenen Kundengruppen beim Erstkontakt angesprochen werden, wie die Kundenkontakte gepflegt werden sollen und was damit erreicht werden soll.

Zum Baustein Kundenbeziehungen gehören Kommunikations-, Vertriebspolitik- und Produktpolitik.

Wichtige Fragen dabei:

  • Welche Art von Beziehung (Kommunikations- und Vertriebskanal) erwarten die einzelnen Zielgruppen?
  • Sind Kommunikationswege und Vertriebswege zielgruppengerecht und kosteneffizient?

Zur Kommunikationspolitik:

  • Wo und wie sollen die Zielgruppen auf das neue Angebot aufmerksam gemacht werden?
  • Warum sollen potenzielle Kunden auf diesem Wege angesprochen werden?

Zur Vertriebspolitik:

  • Über welche Vertriebskanäle - wo und wie - soll das neue Angebot den gewählten Kundengruppen begegnen?

Zur Produktpolitik:

  • Wie kann die Produktidee über den Leistungskern hinaus ausgestattet werden, um für die Kunden noch attraktiver zu werden.
  • Werden besondere Zusatzleistungen und Serviceangebote angeboten?
  • Gibt es wichtige Merkmale bei Qualität, Design und/oder Umwelteigenschaften?

Aufgabe Aufgabe: Die Beschreibung des Marktes

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  • was sie auszeichnet
  • ihre Bedürfnisse, Interessen und sonstige Eigenschaften
  • Vertriebswege, Werbung oder Spezialwünsche an das Produkt
  • wer die Kunden sein sollen
  • intensiv analysiert
  • das Konkurrenzangebot
  • Konkurrenz
  • intensive Analyse

Der Bereich Markt beschreibt, , wo und wie man sie erreichen kann, und wie man sich von ihnen abgrenzt. Im Businessplan wird beschrieben, wer die wahrscheinlichen Kunden sein werden, was und , sollte werden. Erst wenn das geschehen ist, kann man sinnvoller Weise Entscheidungen treffen im Hinblick auf . Das Gleiche gilt für die . Auch hier sollte eine erfolgen.

Der Baustein Erlösstruktur beschreibt die verschiedenen Möglichkeiten, wie mit der Geschäftsidee Geld verdient werden kann. Für welchen Nutzen (Werte und Leistungen) sind die Kunden bereit zu bezahlen? Das kann zum Beispiel der Verkauf von Wirtschaftsgütern sein, Nutzungs-, Mitglieds-, Verleih-/Vermietungs-/Leasing-Gebühren, Lizenzen oder Werbeeinnahmen. -  Selbstverständlich kann man sich auch auf eine Einnahmequelle konzentrieren.

Die Erlösstruktur beinhaltet Preispolitik, Stückpreis und eine Absatzprognose.

Wichtige Fragen:

  • Wofür bezahlt der Kunde?
  • Welche Preispolitik soll verfolgt werden?
  • Wie hoch ist der Verkaufspreis?
  • Wie hoch sind die Absatzzahlen?
  • Mit welchen Umsatzzahlen kann in den ersten Jahren gerechnet werden?

Der Baustein Schlüsselaktivitäten beschreibt die ersten wichtigen Schritte, die zu tun sind, damit die Geschäftsidee umgesetzt werden kann. Schlüsselaktivitäten können sich auf Aktivitäten im Zusammenhang mit der Produktion oder auf Problemlösungen beziehen.

Wichtige Fragen:

  • Was ist zu tun, damit aus der Idee Wirklichkeit wird?
  • Was muss noch entwickelt werden?
  • Wie und wo soll das Produkt hergestellt werden, wie und wo finden Kunden eure Dienstleistung?
  • Bei Beratungsunternehmen kommt dazu: Wie sieht die Strategie zur Lösung von Kundenproblemen aus?
  • Bei Handelsunternehmen kommt dazu: Wie ist die Lagerlogistik geplant?

Jedes Geschäftsmodell benötigt Ressourcen oder anders ausgedrückt, Betriebsvermögen, damit das Geschäftsmodell funktionieren kann. Schlüsselressourcen können im Besitz des Unternehmens sein, gemietet oder von Schlüsselpartnern zur Verfügung gestellt werden. Die Schlüsselressourcen erlauben dem Unternehmen Angebote zu erzeugen und anzubieten, die Kunden zu erreichen, Kundenbeziehungen zu pflegen und Einnahmen zu generieren.

Vier Kategorien von Schlüsselressourcen können unterschieden werden, die je nach Geschäftsidee von unterschiedlicher Bedeutung sind:

  • materielle Ressourcen (Maschinen, Gebäude, Fahrzeuge, Systeme, …),
  • geistige Ressourcen (Marken, Firmenwissen, Patente, Urheberrechte, Partnerschaften,  Kundendatenbanken,…),
  • personelle Ressourcen (Fachkräfte, Wissenschaftler, Gestalter, Verkäufer, …),
  • finanzielle Ressourcen (Bargeld, Kreditrahmen, Aktien, Beteiligungen, Sicherheiten, …).

Wichtige Frage:

  •  Welche Ressourcen werden unbedingt für den Geschäftsbetrieb gebraucht?

Der Baustein Schlüsselpartner umfasst das Netzwerk von Zulieferern und Partnern. Es geht darum, wer bei welcher Schlüsselaufgabe helfen kann.

Wichtige Fragen:

  • Gibt es Lieferanten und/oder Vertriebspartner, die für das Gelingen des Geschäftskonzeptes von Bedeutung sind und warum sind sie von Bedeutung?
  • Worin besteht die Kooperation?
  • Was nutzt die Kooperation dem eigenen Unternehmen?
  • Was bewegt die Schlüsselpartner zu einer Kooperation?

Aufgabe Aufgabe: Schlüsselaktivitäten, -ressourcen und -partner, was ist zu beachten?

Schlüsselaktivitäten, --ressourcen und -partner sind unabhängig voneinander zu betrachten.
Generell gilt hier: Je mehr Details, desto besser
Ein Lagerhaus, Eisen, Schokolade und der Meisterbrief des Gründers können alles Schlüsselressourcen sein.
Wer seine Geschäftsidee noch nicht in echt umgesetzt hat, kann hier eigentlich kaum Angaben machen.

Die Kostenstruktur beschreibt alle Kosten, die bei der Umsetzung des Geschäftsmodells auftreten und die in die Finanzplanung eingerechnet werden müssen.

Die Kosten können anhand der Beschreibung der Schlüsselressourcen, Schlüsselaktivitäten und Schlüsselpartnerschaften kalkuliert werden.

Wichtige Fragen:

  • Was sind die größten und wichtigsten Kostenfaktoren im Businessplan?
  • Wie hoch sind die Kosten?

Mehr Tipps zu den einzelnen Punkten finden sich im Businessplanassistenten hinter den Fragezeichen und bei den Spezialthemen hier in der JG Business Academy.