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#4 KI wird unserer Leben stärker beeinflussen als die Dampfmaschine das 18. Jahrhundert

#4 ist der vierte Teil einer kleinen Interview-Serie mit außerordentlich erfolgreichen Teilnehmern beim Schülerwettbewerb Jugend gründet, dem bundesweiten Wettbewerb, der Gründergeist in die Schulen bringt. Jedes Schuljahr neu werden im Rahmen des Wettbewerbs von Schülern über 700 Businesspläne mit innovativen Geschäftsideen entwickelt. ‚ #4 ist das Interview mit Tobias Budig, der mit seinem Team 2017 mit dem Sonderpreis Künstliche Intelligenz ausgezeichnet wurde.

Tobias Budig
Tobias Budig
Tobias mit seinem Team bei der Siegerehrung 2017 (Zweiter von rechts)
Tobias mit seinem Team bei der Siegerehrung im JG Bundesfinale 2017 (Zweiter von rechts)
Tobias Budig
Tobias Budig

Was machst du beruflich?

Momentan studiere ich Wirtschaftsingenieurwesen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Nebenberuflich habe ich mit zwei Freunden Webuilder ins Leben gerufen, wo wir Webseiten und Social Media Marketing für regional tätige Unternehmen anbieten.

Webuilder fokussiert sich auf die Region. Warum?  

Jeder kennt folgende Situation: Ich bin in einer neuen Stadt und suche einen guten Italiener. Also gehe ich zu Google und klicke auf die besten drei Ergebnisse in der Umgebung und gehe dann dorthin. Egal ob Restaurant, Friseur oder Teeladen. Die Unternehmen mit dem besten Ranking werden deutlich höher frequentiert als solche, die nicht sichtbar sind. Da wir finden, dass die vielen kleinen Unternehmen großartige Arbeit leisten, wollen wir ihnen daher Sichtbarkeit ermöglichen.

Wann und wo hat dich das Gründerfieber gepackt?

Während der Schulzeit habe ich mit drei Freunden an Brains Up gearbeitet, wo wir das Ziel hatten das Lernen mit Hilfe Künstlicher Intelligenz zu individualisieren. Später ist daraus unser Jugend Gründet Projekt geworden. Hier hat mich das freie Arbeiten und der große Lerneffekt beeindruckt. Vorher hatte ich noch keine Erfahrung mit dem Unternehmertum gesammelt.

Welches Thema treibt dich gerade um?

Chancen und Risiken der Künstlichen Intelligenz. KI wird unserer Leben stärker beeinflussen als es die Dampfmaschine im 18. Jahrhundert getan hat. Präziser müsste man sagen, dass wir es momentan mit Machine Learning zu tun haben. Heutzutage könne die Modelle schon sehr gut Katzenbilder erkennen oder Spiele wie GO und Schach spielen, nur das Übertragen auf andere Bereiche ist noch nicht möglich.

Das Thema beschäftigt mich schon seit zwei Jahren seit unserem Brains Up Projekt. Meine Freunde fanden das Thema auch spannend und meinten, dass sie gerne mehr erfahren würden. Deshalb habe ich vor kurzem den KI2go Podcast gestartet, in dem ich meine Erfahrungen zu KI in kurzen Folgen teile.

Ansonsten gibt es hier in Karlsruhe eine sehr aktive Gründerszene, die besonders im Bereich DeepTech stark ist.

5.11.2018

#1 Von den Problemen der Oma zur Start-up Idee

#2 Spagat zwischen unternehmerischem Denken und sozialem Mehrwert

#3 Mit dem Rucksack-Zelt als Stromlieferant auf Abenteuer